Nordschleswigs Nachwuchs

Apenrade und Tondern im Landesteil am fruchtbarsten

Apenrade und Tondern im Landesteil am fruchtbarsten

Apenrade und Tondern im Landesteil am fruchtbarsten

Apenrade/Aabenraa
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Baby
Foto: Colin Maynard/Unsplash

Laut Statistik bekommen die Frauen dort auffallend mehr Kinder als in den Nachbarkommunen. Landesweit sind es vor allem Einwanderer, die den Bevölkerungsrückgang abbremsen.

Neue Zahlen von Danmarks Statistik zeigen, dass in Nordschleswig pro Frau in den Kommunen Apenrade und Tondern die meisten Kinder geboren werden. Pro Frau werden 1,94 bis 2,09 Kinder geboren. In Hadersleben und Sonderburg sind es nur 1,76 bis 1,93 Kinder. Spitzenreiter beim Kinderreichtum sind in Dänemark die Kommunen Skanderborg, Rebild und Lemvig mit 2,29 bis 2,33 geborenen Kindern pro Frau.

Bevölkerungsrückgang

Trotz der hohen Fertilität unter den Frauen in den Kommunen Tondern und Apenrade wurden dort 2017 jedoch nur 330 bzw. 566 Kinder geboren. Hintergrund ist dabei die Tatsache, dass in den beiden Kommunen die Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen war.

So werden pro Frau in der Kommune Kopenhagen relativ wenige Kinder geboren. Aber im Verhältnis zur Einwohnerzahl wurde mit 16,8 geborenen Kinder pro 1.000 Frauen landesweit ein Spitzenwert erreicht. Dort leben nämlich besonders viele jüngere Frauen. 2017 wurden nicht weniger als 10.168 Kinder in der Kommune Kopenhagen geboren, das ist jedes dritte Kind, das landesweit das Licht der Welt erblickt hat. Einen Spitzenplatz nimmt auch die Kopenhagen-Enklave Frederiksberg mit 14,6 Kindern pro 1.000 Einwohnern ein.

Insel-Problem

Besonders wenig Kinder wurden 2017 in den Inselkommunen geboren. Unter sieben Kinder pro 1.000 Einwohner. Laut Danmarks Statistik bekommen Frauen nicht-westlicher Herkunft durchweg mehr Kinder als Frauen dänischer Herkunft. Bei den nicht-westlichen Frauen waren es pro Frau 2,08 Kinder. Das sind im Schnitt 0,3 Prozentpunkte mehr als als bei Frauen dänischer Herkunft.

Die Statistiker haben auch herausgefunden, dass 22 Prozent der Kinder, die 2017 in Dänemark geboren worden sind, eine Mutter mit ausländischem Hintergrund hatten. In Kommunen wie Ishøj bei Kopenhagen hatten 62 Prozent der Neugeborenen eine Mutter ausländischer Herkunft, in den Kommunen Læsø und Jammerbugt waren es nur 9 Prozent der Neugeborenen.

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