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Pro und Kontra für eine neue Ideenschmiede im Grenzland

Pro und Kontra für eine neue Ideenschmiede im Grenzland

Pro und Kontra für eine neue Ideenschmiede im Grenzland

hm/FLA
Flensburg/Vejle/Sonderburg
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Steen Bo Frandsen, Leiter des Zentrums für Grenzforschung an der Syddansk Universitet in Sonderburg, befürwortet eine Ideenschmiede für das Grenzland. Foto: Karin Riggelsen

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Dem Leiter des Zentrums für Grenzforschung an der Syddansk Universitet hat etwas bei den Feierlichkeiten anlässlich des Grenzjubiläums gefehlt. Er bringt in „Flensborg Avis“ eine Idee ins Spiel, die Zustimmung, aber auch Ablehnung erzeugt.

Steen Bo Frandsen, Leiter des Zentrums für Grenzforschung an der Syddansk Universitet in Sonderburg (Sønderborg), vertritt in der Zeitung „Flensborg Avis“ die Auffassung, dass die Feierlichkeiten anlässlich des 100. Jahrestages der Grenzziehung rückwärtsgewandt ausgerichtet waren.

Seiner Ansicht nach wurde es versäumt, Vorschläge zu unterbreiten, wie die Zusammenarbeit in einer ehemals grenzenlosen Region Schleswig ausgeweitet werden kann.

Die Frage der Zeitung, ob das Grenzland eine Ideenschmiede, einen Thinktank, brauche, beantworteten vier Personen aus der Politik positiv. Doch gab es der Zeitung zufolge auch Gegenstimmen.

Ideenschmiede für mehr Vitalität im Grenzland

Fürsprecher sind Politik-Urgestein Bertel Haarder (Venstre), die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange (SPD) und Thomas Andresen, Bürgermeister der Kommune Apenrade (Aabenraa), sowie der politische Berater Lukas Lausten aus Flensburg, derzeit in Kopenhagen. Sie alle sind der Auffassung, dass eine Ideenschmiede dem Grenzland zu mehr Vitalität verhelfen könne.

Jensen: Bereits ausprobiert und gescheitert

Preben Jensen (Venstre), Vorsitzender der Region Süddänemark, vertritt gegenüber „Flensborg Avis“ jedoch die Auffassung, dass die Idee vor einigen Jahren bereits ausprobiert worden ist. Sie habe aber keinen Anklang gefunden, und Ressourcen habe es auch nicht gegeben, so Jensen. Unterstützung erhält Jensen von den SSW-Politikern Anke Spoorendonk und Stefan Seidler, die keinen Bedarf für einen Thinktank sehen.

Die Probleme, die es zu lösen gelte, würden nicht durch die Errichtung eines neuen Rates aus dem Weg geschafft, so die Politiker des Südschleswigschen Wählerverbandes.

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