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TV Syd zu DR – laut Hallmann nicht abwegig

TV Syd zu DR – laut Hallmann nicht abwegig

TV Syd zu DR – laut Hallmann nicht abwegig

Peter Lassen
Peter Lassen Hauptredaktion
Apenrade/Kolding
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TV2
Die Sportredaktion von TV2 bei der Arbeit. Foto: Ebbe Rosendahl/TV2

Die Konservativen wollen TV Syd und Radio Syd unter einem Dach sehen, wenn TV2 verkauft wird. Hauptsache, TV Syd bleibt bestehen, meint der Kommunikationschef der deutschen Minderheit.

Ein Verkauf und eine komplette Privatisierung von TV2 bahnt sich an, und die Konservativen schlagen nun im Vorfeld der Entscheidung über einen neuen Medienvergleich vor, dass man die acht regionalen Ableger von TV2, wie TV Syd, dadurch absichern sollte, dass man sie unter die Fittiche des öffentlich-rechtlichen Danmarks Radio nimmt und mit den regionalen Radiostationen von DR P4 zusammenlegt. Das würde heißen: TV Syd und Radio Syd weiterhin selbstständig, aber unter einem Hut.

Der Kommunikationschef des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN), Harro Hallmann, sitzt für die deutsche Minderheit in der Delegiertenversammlung von TV Syd, das früher in Hadersleben saß und jetzt in Kolding sein Domizil hat. Er stellt fest, dass sich der BDN zu einer solchen Frage noch keine Meinung gebildet hat. Persönlich würde er eine solche Lösung nicht von der Hand weisen: „Nein, denn das Wichtigste ist, dass wir TV Syd behalten – und dass der regionale Sender weiterhin die finanzielle Möglichkeit behält, die guten Programm zu senden, die er produziert.“

Hallmann könnte sich sehr wohl vorstellen, dass eine solche Zusammenarbeit zwischen Radio und TV-Sender einen Synergieeffekt bringen würde: „Das hat Vorteile, macht aber auch die Medienvielfalt im Grenzland ärmer. Man soll das aber auf keinen Fall tun, um zu sparen – und um in drei Jahren dann eventuell dichtzumachen.“

Für die konservative Regierungspartei hat ihr medienpolitischer Sprecher Naser Khader vorgeschlagen, regionale TV- und Radiosender unter dem DR-Schirm zu vereinen, weil es „ungemein wichtig sei“, die TV2-Regionen zu erhalten, die auch heute schon teilweise durch Gebühren finanziert werden.

So könne man gleichzeitig die regionale Berichterstattung stärken – ohne dass sich rein strukturell etwas ändern soll. Die Partei von Kulturministerin Mette Bock, die Liberale Allianz, hat den konservativen Vorschlag erst mal abgeschossen, den der sogenannte Public-Service-Ausschuss schon im November machte. Der damalige Kulturminister Bertel Haarder (Venstre) meinte da, DR sei sowieso schon zu dominant. Nicht weniger, sondern mehr Akteure müssten Public Service sichern.

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