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Regionschefin Lose über Falck: „Kann ja noch viel schlimmer sein“

Regionschefin Lose über Falck: „Kann ja noch viel schlimmer sein“

Regionschefin Lose über Falck: „Kann ja noch viel schlimmer sein“

Vejle
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Stephanie Lose
Stephanie Lose Foto: Region Syddanmark

Der Retter-Riese Falck entschuldigt sich für sein „peinliches“ Agieren gegenüber dem ehemaligen Konkurrenten Bios. Regionschefin Stephanie Lose (V) glaubt aber nicht, dass damit alles geregelt ist.

Retter-Riese Falck entschuldigt sich am Freitag in einer offiziellen Mitteilung für sein „peinliches“ Agieren gegenüber der niederländischen Bios und deren Versuch, nach 2014 gegen Falck gewonnener Ausschreibung ab Spätsommer 2015 den Ambulanzen-Betrieb in der Region Süddänemark zu übernehmen. Bekanntlich erlitt Bios Schiffbruch und behauptete immer wieder, das Falck alles getan habe, um dem Konkurrenten Knüppel zwischen die Beine zu werfen.

Seit ein paar Jahren schon untersucht die Wettbewerbsbehörde das Vorgehen von Falck und hat dem Konzern nun eine sogenannte Klageschrift (Klagepunktsmeddelelse) mit den Vorwürfen geschickt – daher nun die vorbehaltlose Entschuldigung von Falck.

Vor genau drei Jahren erbte Regionschefin Stephanie Lose (V) den Regionsvorsitz von Venstre-Vorgänger Carl Holst. Der Bios-Skandal, der ja damit endete, dass die Region selbst die Ambulanzen von Bios übernahm in einem Großteil der Region, hat ihr so manche schwere Stunde beschert.

„Die Entschuldigung von Falck ist ja eine Antwort auf die Klageschrift, die wir nicht kennen. Das ist nur ein Teil des Bildes. Es kann ja noch viel schlimmer gewesen sein als angedeutet. Daher müssen wir abwarten, bis wir alle Klagepunkte kennen“, so Lose auf Anfrage des Nordschleswigers. Die Regionsvorsitzende sieht den Vorwurf bestätigt, dass nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist: „Schlecht ist, dass dies Eingeständnis erst nach Jahren und erheblichem Druck kommt. Wir wissen beispielsweise noch nicht, ob Falck bewusst Mitarbeiter unter Druck gesetzt hat, damit sie nicht zu Bios wechseln. Das war ja der Vorwurf, den die Wettbewerbsbehörde ursprünglich auf den Plan rief.“

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