Region Süddänemark

Mitarbeiter in Krankenhäusern dürfen religiöse Symbole tragen

Mitarbeiter in Krankenhäusern dürfen religiöse Symbole tragen

Mitarbeiter in Krankenhäusern dürfen religiöse Symbole tragen

jrp
Vejle
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Foto: jv.dk

Die Forderung nach einem Verbot für religiöse, politische und ideologische Symbole für Krankenhausmitarbeiter wurde vom Regionsrat der Region Süddänemark abgelehnt. Der stellvertretende Vorsitzende Poul-Eric Svendsen (Soz.) nannte den Vorstoß „albern“.

Die Forderung nach einem Verbot für religiöse, politische und ideologische Symbole für Krankenhausmitarbeiter wurde vom Regionsrat der Region Süddänemark abgelehnt. Der stellvertretende Vorsitzende Poul-Eric Svendsen (Soz.) nannte den Vorstoß „albern“.

Krankenschwestern, Ärzte und andere Mitarbeiter der Krankenhäuser in der Region Süddänemark dürfen weiterhin ihre religiöse Zugehörigkeit durch Symbole wie ein Kreuz an einer Halskette oder ein Kopftuch zeigen. Der Regionsrat hat einen solchen Beschluss mit großer Mehrheit getroffen.

Die Forderung nach einem Verbot für das Krankenhauspersonal, mit sichtbaren religiösen, politischen oder ideologischen Symbolen zur Arbeit zu kommen, kam von der Liberalen Allianz und den Neuen Bürgerlichen. Schon beim Treffen des Geschäftsausschusses, bei dem das Verbot auf der Tagesordnung stand, gab es kaum Zustimmung. Die endgültige Entscheidung wurde allerdings durch den Regionsrat getroffen, und der hat sich eindeutig gegen den Vorschlag entschieden.

Poul-Eric Svendsen (Soz.), der stellvertretende Regionsratsvorsitzende, nannte den Vorstoß „albern“, die Ratsvorsitzende Stephanie Lohse fragte dagegen, „was dann mit der Weihnachtsdekoration und den Lucia-Umzügen auf den Stationen passieren soll“, sollten solche – in diesem Falle christlichen – Symbole verboten werden. „Ich kann keinen Vorteil in einer Gesellschaft sehen, die vollkommen steril und neutral ist“, erklärte sie dazu.

Die Dänische Volkspartei (DF) enthielt sich jedoch bei der Abstimmung, da von der Partei der Wunsch besteht, christliche Symbole im öffentlichen Raum zu behalten.

Der alternative DF-Versuch, nur muslimische Sinnbilder zu verbieten, fand jedoch keinen Anklang. Laut einer juristischen Beurteilung lasse sich ein solches Vorhaben nicht umsetzen, wies Stephanie Lohse den Antrag ab.

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