Gesundheit

Kürzere Wartezeiten in süddänischen Krankenhäusern

Kürzere Wartezeiten in süddänischen Krankenhäusern

Kürzere Wartezeiten in süddänischen Krankenhäusern

Vejle/Apenrade
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Das Krankenhaus in Apenrade (Archivfoto) Foto: Region Süddänemark

Bis zum Jahreswechsel soll das Normalniveau wieder erreicht sein. Die Auslastung mit Corona-Patienten in den einzelnen Kliniken ist derzeit überschaubar.

Die Corona-Krise ist noch nicht überstanden, doch die Wartezeiten für Untersuchungen, Behandlungen und Operationen an den Kliniken in der Region Süddänemark sinken bereits deutlich. Das teilt die Region am Dienstag mit.

Die Krankenhäuser der Region sind demnach wieder im Normalbetrieb und um den angestauten Berg abzuarbeiten, sind unter anderem Absprachen mit vier Privatkliniken getroffen worden.

Lose: Kapazitäten erhöht

Die Vorsitzende des Regionsrates, Stephanie Lose (Venstre), freut sich über die Entwicklung. „Viele mussten noch länger mit Schmerzen und täglichen Beschwerden leben, deshalb war es uns wichtig, ihnen so schnell wie möglich einen neuen Termin anbieten zu können. Und deshalb haben wir die Kapazitäten erhöht, um die Wartezeiten zu reduzieren und wir rechnen damit, dass wir um den Jahreswechsel herum wieder auf dem Niveau von vor der Corona-Krise liegen“, so Lose.

Im Mai hatte die Region mit den privaten Kliniken Mølholm in Vejle, Privathospital Kollund, Aleris-Hamlet Esbjerg und Capio CFR in Odense Absprachen getroffen, die besagen, dass Patienten auf Wartelisten eine Behandlung in einer der Kliniken erhalten, wenn ein „relevantes Behandlungsangebot“ gemacht wird.

Bisher haben laut Region nur 18 Prozent derer, die nach Prüfung ihres Falls eine Überweisung erhalten haben, von dem Angebot auch gebrauch gemacht.

Garantiekliniken nehmen wieder Wartende auf

Zugleich sind die sogenannten Garantiekliniken wieder geöffnet worden. Sie fungieren als Puffer und übernehmen Patienten, die sonst lange würden warten müssen. Laut Region sind die Wartezeiten dort nun so kurz, dass sie neu überwiesene Patienten aufnehmen können.

„Ich bin sehr beeindruckt von dem außerordentlichen Einsatz, den die Mitarbeiter leisten und die ganze Zeit über geleistet haben“, sagt Lose. Es sei inzwischen möglich, den meisten Patienten „in mindestens einem der Krankenhäuser der Region ein Angebot mit einer relativ kurzen Wartezeit, meistens zwischen zwei und sechs Wochen“, anzubieten.

Lediglich die Demenzklinik an der Uniklinik Odense (OUH) und die Endokrinologie in Sonderburg fungieren noch nicht wieder als Garantiekliniken, sie sollen im Januar bzw. Oktober aber wieder soweit sein. Die Psychiatrien in Süddänemark arbeiten bereits wieder im Normalbetrieb.

Noch wird das Recht auf Diagnose (udrednigsret), das in Dänemark eine Diagnose bei Überweisung an ein Krankenhaus innerhalb von 30 Tagen garantiert, aber nicht in allen Fällen erreicht.

Nur wenige Coronapatienten in den Krankenhäusern in Süddänemark

Derzeit (Stand Dienstag) liegen 13 Patienten mit Covid-19 in den Betten von vier Krankenhäusern in Süddänemark. Wie die Region auf Nachfrage des „Nordschleswigers“ mitteilt, werden keine Betten dezidiert für Coronapatienten freigehalten, die Kapazitäten insgesamt und in den Intensivabteilungen seien noch groß und es könne bei Bedarf aufgestockt werden.

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