Nachtleben

Keine Partys: Weniger Gewalt und Vandalismus während Corona-Krise

Keine Partys: Weniger Gewalt und Vandalismus während Corona-Krise

Weniger Gewalt und Vandalismus während Corona-Krise

Ritzau/kj
Nordschleswig/Kopenhagen
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Die Gewalt in der Gesellschaft könnte erheblich reduziert werden, wenn Alkohol verantwortungsbewusster konsumiert werden würde. Foto: Ida Marie Odgaard/Ritzau Scanpix

Während des teilweisen Shutdowns gingen die Anzeigen von Gewalt und Vandalismus erheblich zurück. Das hat einen besonderen Grund, meint unter anderem die Polizei für Südjütland und Nordschleswig.

Der größte Teil der Gesellschaft ist nach den strengen Corona-Maßnahmen im März wieder geöffnet, Nachtclubs und Discos sind jedoch immer noch geschlossen.

Weniger Partys haben zu einem deutlichen Rückgang der Anzeigen von Gewalttaten geführt. Das zeigt eine neue Studie der Süddänischen Universität, dem Rat gegen Kriminalität und der Polizei für Südjütland und Nordschleswig.

Anzeigen gingen um 31 Prozent zurück

Allein die Anzeigen von Gewalttaten sind in den Wochen von der Schließung des Landes bis zur ersten Phase der Wiederöffnung im Vergleich zu den vergangenen drei Jahren um 31 Prozent gesunken.

Der Rückgang kann auf verschiedene Dinge zurückzuführen sein, aber besonders weniger Partybesuche sind von Bedeutung – meint Jonas Mannov, Analyst vom Rat gegen Kriminalität.

Weniger Alkohol, weniger Gewalt

„Unsere klare Einschätzung ist, dass die Schließung des Nachtlebens ein sehr wichtiger Faktor ist. Es hat mir die Augen geöffnet, wie groß der Unterschied war. Daraus sollten wir lernen“, sagt er. Zusammen mit dem neuen Wissen über den Rückgang der Gewalt sollte dies zu Überlegungen zur Prävention führen, sagt er.

„Die Menge an Alkohol spielt im Zusammenhang mit Gewalt eine bedeutende Rolle. Und es ist daher naheliegend zu prüfen, wie das Ausschenken verantwortungsbewusster werden kann, indem beispielsweise überlegt wird, wie lange Alkohol verkauft werden sollte“, sagt Christian Østergård von der Polizei in Südjütland und Nordschleswig.

Bei Horesta, dem Verband für Hotel, Gastronomie und Tourismus, wird angenommen, dass der Rückgang der Anzeigen auch mit der erhöhten Präsenz der Polizei zu tun hat.

„Wir haben gesehen, dass die Polizei sehr gut sichtbar war und dies hilft, Ausschreitungen zu verhindern“, so Kirsten Munch Andersen, politische Vertreterin der Horesta.

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