Grenzland

Internetseite für 2020-Feierlichkeiten ist online

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
Apenrade/Aabenraa
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Im Jahr 2020 jährt sich die Grenzziehung in Schleswig zum 100. Mal. Das wird in Dänemark als „Wiedervereinigung“ gefeiert. Jetzt haben die Organisatoren eine Internetseite veröffentlicht – bisher nur auf Dänisch.

Am Mittwoch haben Deutschlands und Dänemarks Außenminister in Berlin das Jahr 2020 zum „deutsch-dänischen kulturellen Freundschaftsjahr“ erklärt. 100 Jahre nach der friedlichen Ziehung der heutigen Grenze zwischen Deutschland und Dänemark biete das kulturelle Freundschaftsjahr die Gelegenheit, die vielfältigen Verbindungen zwischen beiden Ländern hervorzuheben und die Zusammenarbeit nachhaltig weiter auszubauen und zu vertiefen, schrieb das Auswärtige Amt in einer Pressemitteilung.

Am Freitag nun wurde die offizielle Internetseite genforeningen2020.dk lanciert. Wie das von Flensburgs ehemaligem Bürgermeister Simon Faber geleitete Projektsekretariat mitteilt, wendet sich die Seite vor allem an Veranstalter, die zu den Feierlichkeiten beitragen wollen.

„Wir wollen ein attraktives, sichtbares und zusammenhängendes Programm der bereichernden Erlebnisse in ganz Dänemark zusammentragen. Die Wiedervereinigung war eine markante nationale Begebenheit 1920, die auch heute noch epochemachende Bedeutung für die gesamte dänische Gesellschaft, unser nationales Selbstverständnis und die Freundschaft zu Deutschland hat“, so Thomas Andresen (Venstre), der Bürgermeister der Grenzkommune Apenrade ist und zugleich Vorsitzender von „Det Sønderjyske Præsidium“, das hinter der Organisation der Feierlichkeiten in Nordschleswig steht.

Auf der Internetseite sollen Veranstalter einen Überblick über freie Daten bekommen und eigene Veranstaltungen über ein Formular anmelden können. Auch Informationen zu finanzieller Unterstützung für Projekte werden gegeben. Zudem wird ausführlich über den historischen Hintergrund der Feierlichkeiten aufgeklärt.

Noch ist die Internetseite nur auf Dänisch gehalten, richtet sich primär an Veranstalter auf der dänischen Seite der Grenze. Nach Auskunft des Sekretariates soll es aber „im Laufe des Sommers“ auch zahlreiche Informationen auf Deutsch und auf Englisch geben. Dann soll es auch für Veranstalter auf der deutschen Seite der Grenze möglich sein, ihre Termine einzutragen. Zudem rechnet das Sekretariat damit, dass es bald auch aus Schleswig-Holstein eine ähnliche Internetseite geben wird.

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