Landwirtschaft

Ehemaliger LHN-Direktor: Putin wird der Verlierer sein

Ehemaliger LHN-Direktor: Putin wird der Verlierer sein

Ehemaliger LHN-Direktor: Putin wird der Verlierer sein

Tingleff/Tinglev
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Eine größere Umstellung im Pflanzenanbau sieht der LHN-Direktor in Dänemark nicht kommen. Foto: Karin Riggelsen

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Russland setzt seinen Angriffskrieg in der Ukraine fort, was auch Auswirkungen auf die Landwirtschaft in Nordschleswig hat. Tage Hansen, ehemaliger Direktor des LHN, sieht die Landwirte aber gut gerüstet und meint, dass es für den russischen Präsidenten nichts zu gewinnen gibt.

Tage Hansen, ehemaliger Direktor des Landwirtschaftlichen Hauptvereins für Nordschleswig (LHN), ist sich sicher, dass der russische Präsident Wladimir Putin am Ende als Verlierer des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine dastehen wird, da die Abkopplung von russischen Erdöl- und Gaslieferungen Fahrt aufnehme und zugleich Putin gegen heftige Wirtschaftssanktionen zu kämpfen habe.

Was die Auswirkungen auf die heimische Landwirtschaft angeht, ist Tage Hansen verhalten optimistisch. „Die Landwirte in Dänemark mussten sich in den vergangenen Jahren immer wieder auf neue Bedingungen einstellen. Sie sind in dieser Hinsicht erfahren. Dies gelte auch für die Landwirte in Schleswig-Holstein. Unsere Landwirte sind tüchtig und werden ihre Produkte gut verkaufen“, zeigt sich Hansen optimistisch.

Ukrainer fehlen

Gleichwohl hat der Krieg auch auf die Landwirtschaft in Nordschleswig Auswirkungen. „Viele Arbeiter in der Landwirtschaft kommen aus Osteuropa, ein großer Teil davon aus der Ukraine. Einige sind zurück in ihre Heimat gereist, um sie zu verteidigen. Sie sind fleißig und arbeiten hart, sie fehlen“, so Hansen. Letzteres merke der LHN bereits in den Beratungen. Er weist auch auf die Landwirte hin, die einen Betrieb sowohl in Russland als auch in der Ukraine aufgebaut haben. Diese seien vom Krieg direkt betroffen.

Landwirte müssen sich derzeit auch auf gestiegene Preise einrichten. Futter, Energie, Saatgut, Düngemittel und Pflanzenschutzmittel, alles sei teurer geworden, nicht nur für Landwirte in Nordschleswig, sondern in ganz Europa, sagt Hansen. Diese Preissteigerungen werden bereits jetzt in den Budgets eingearbeitet.

Keine Umstellung im Pflanzenbau

Eine größere Umstellung im Pflanzenanbau sieht der ehemalige Direktor in Dänemark nicht kommen. Den dänischen Bauern wird jedes Jahr geraten, immer zu optimieren, zudem seien viele Böden in Jütland nicht so gut für den Weizenanbau geeignet, da sie oft zu sandig seien, außerdem müsse der Fruchtwechsel eingehalten werden, so Hansen, der in diesem Jahr aber auch mit guten Preisen für die Landwirte rechnet.

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