Wälder

Dänische Aufforstung steht wieder still

Dänische Aufforstung steht wieder still

Dänische Aufforstung steht wieder still

Paul Sehstedt
Kopenhagen
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Dänemark ist zu 14,5 Prozent bewaldet. Foto: Mads Jensen/Biofoto/Ritzau Scanpix

Trotz ehrgeiziger Ziele: Die dänischen Wälder können die CO2-Emissionen nicht ausgleichen. Derzeit ist Dänemark zu 14,5 Prozent bewaldet, zeigen neue Zahlen.

Die Aufforstung in Dänemark kann nicht mehr mit dem Forsteinschlag mithalten. Das schreibt das Internetportal ingeniøren.dk unter Berufung auf Zahlenmaterial von Danmarks Skovstatistik, die vom Institut für Geowissenschaft und Naturverwaltung des Umweltministeriums ausgearbeitet wird.

Das Folketing hatte 1989 beschlossen, dass 25 Prozent von Dänemarks Fläche im Jahr 2100 bewaldet sein soll. Das Planziel wurde bis vor drei Jahren eingehalten. Weil aber der Einschlag die Aufforstung überholt hat, erzielt Dänemark nicht den Umweltgewinn, den neugepflanzter Wald geben würde.

Augenblicklich machen Wälder 14,5 Prozent der dänischen Fläche aus, darauf werden rund 140 Millionen Tonnen CO2 gelagert. Wenn das Planziel eingehalten wird, können die Bäume 257 Millionen Tonnen Kohlendioxid aufnehmen. Diese Menge entspricht der dänischen Emission im Laufe von vier Jahren.

Bäume sind ein natürlicher Speicher für CO2. Während des gesamten Wachstums nehmen sie CO2 auf und emitieren das Gas erst, wenn das Holz verbrannt wird.

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