Jørgen Mads Clausen

Mr. Danfoss will mutig weitermachen

Mr. Danfoss will mutig weitermachen

Mr. Danfoss will mutig weitermachen

Peter Lassen
Peter Lassen Hauptredaktion
Norburg/Nordborg
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Jørgen Mads Clausen Foto: Archiv

Im September wird Jørgen Mads Clausen 70, doch ans Aufhören denkt er noch lange nicht. Er habe noch großen Appetit und wolle Danfoss mit mutigen Entscheidungen weiterbringen, so der Aufsichtsratsvorsitzende.

Mr. Danfoss und sein Konzern

Mr. Danfoss Jørgen Mads Clausen ist seit 2008 Aufsichtsratchef – davor war er ab 1996 Konzernchef des Milliardenkonzerns. Schon 1990 war er in die Konzernleitung berufen worden.

Danfoss machte im letzten Jahr 43,3 Milliarden Kronen Umsatz mit weltweit rund 25.300 Mitarbeitern. Dabei wurden nach Abzug von Steuern 3,3 Milliarden Kronen Gewinn gemacht.

Er wird am 23. September 70 – denkt aber nicht daran, als Aufsichtsratsvorsitzender des Weltkonzernes Danfoss mit Sitz in Norburg in Rente zu gehen.

Jørgen Mads Clausen meint, dass es wichtig sei, dass die neue Führungsspitze des Familienkonzerns einen Vorsitzenden habe, der kühne und mutige Entscheidungen mittrage.

Das macht Clausen in einem Interview mit Jyllands-Posten klar, aus dem ebenso deutlich hervorgeht, dass er noch viel einzubringen hat und dies auch tun will – bei Danfoss und für seinen Landesteil Nordschleswig.

Clausen ist für Danfoss weiterhin viel auf Achse und verfolgt die globalen Geschäfte genau. Er war aktuell in China und sieht gute Chancen für Danfoss im Zuge des sich anbahnenden Handelskrieges zwischen den USA und China. Der Norburger Konzern könnte auf dem sehr attraktiven chinesischen Markt Anteile von der amerikanischen Konkurrenz gewinnen.

„Dort passieren wirklich spannende Dinge“, so Jørgen Mads Clausen begeistert. Er denkt, dass sein Konzern insbesondere in den Bereichen „Cooling and Heating“ dort gute Geschäfte wird machen können. Und er will da mitmischen, denn wie er sagt: „Einige meinen vielleicht, dass mein Auslaufdatum naht. Aber ich habe wirklich viel Appetit auf das Leben, und der wächst nur mit den Jahren. Ich bin nicht dazu bereit, einem anderen den Stuhl zu überlassen, so wie die Dinge aktuell aussehen“, so Mads Clausen zu Jyllands-Posten.

Er unterstreicht dabei, dass die neue Konzernleitung einen Aufsichtsratsvorsitzenden brauche, der die Umsetzung einer offensiven Aufkaufsstrategie mittrage. Es habe in einer Zeit des technologischen Umbruchs keinen Zweck, wenn der Aufsichtsrat aus Angsthasen bestehe. Er sei dazu bereit, viel zu wagen, um Danfoss in diesen Zeiten des Aufschwungs zu polstern.

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