Jysk Fynske Medier

JV-Mutterkonzern tief in den roten Zahlen

cvt/Ritzau
Vejle
Zuletzt Aktualisiert um:
Jesper Rosener Foto: Jysk Fynske Medier

Der Medienkonzern Jysk Fynske Medier hat das Geschäftsjahr 2016 mit einem Minus von fast 100 Millionen Kronen abgeschlossen. Die Geschäftsführung ist unzufrieden – und tritt beim Expansionskurs vorerst auf die Bremse.

99,5 Millionen Kronen Verlust hat Jysk Fynske Medier 2016 erwirtschaftet – in einem Jahr, in dem große Veränderungen und Einsparungen die Belegschaft beschäftigten. In einer Pressemitteilung spricht Geschäftsführer Jesper Rosener von einem unzufriedenstellenden Ergebnis – und räumt eigene Fehleinschätzungen ein. „Ich habe die Herausforderung, vier Unternehmen in so kurzer Zeit zu fusionieren, eindeutig unterschätzt“, teilt er mit. „Besonders in unserer Verkaufsabteilung hat das für so viele Veränderungen für unsere Mitarbeiter gesorgt, dass auf Kosten von Fokussierung und Umsatz ging“, so Rosener.

Der Konzern Jysk Fynske Medier ist 2015 entstanden, nachdem das JydskeVestkysten-Mutterhaus Syddanske Medier mit Jyske Medier und Fynske Medier fusionierte. Im Januar 2016 wurde dann auch noch Midtjyske Medier aufgekauft.

„Der Markt ist für alle schwer, aber wir haben sogar deutlich unter dem Markt abgeliefert, und dafür übernehme ich die Verantwortung“, so der Geschäftsführer. „Jetzt konsolidieren wir uns bis wir gezeigt haben, dass wir wieder Geld verdienen können. Wir werden zeigen, dass wir besser abliefern können als der Markt“, meint er.

Im vergangenen Jahr hat der Konzern die Betriebskosten um 140 Millionen Kronen gesenkt und 67 Arbeitsplätze abgeschafft, wovon allerdings nur sieben Stellen durch Entlassungen freigemacht wurden.

13 Tageszeitungen und 64 Wochenblätter sowie drei Radiostationen gehören dem Konzern an. 1.600 Menschen arbeiten für Jysk Fynske Medier.

Mehr lesen