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Weißstorch: Größter Bruterfolg seit 25 Jahren

Weißstorch: Größter Bruterfolg seit 25 Jahren

Weißstorch: Größter Bruterfolg seit 25 Jahren

Ritzau/hm
Nordschleswig/Dänemark
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Immer mehr Störche überwintern in Südspanien und vermeiden die gefährliche Tour nach Afrika. Dies trägt dazu bei, dass der Bestand wächst. Das BIld zeigt ein Storchennest in Deutschland. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/Ritzau Scanpix

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Auch wenn die Zahl überschaubar ist, freuen sich Storchenfreundinnen und -freunde in Dänemark. Es gab so viel flügge gewordenen Storchennachwuchs, wie schon lange nicht mehr.

Elf Jungstörche sind in Dänemark in diesem Jahr flügge geworden. Wie Hans Skov von storkene.dk mitteilt, muss man bis ins Jahr 1996 zurückgehen, um eine höhere Zahl zu finden. Die Bindungen der Storchenpaare seien gefestigt und so stelle sich mehr Nachwuchs ein, so Skov.

Allerdings, es hätten aber auch mehr Jungstörche in Dänemark geben können. Nilgänse zerstörten in Brauderup (Broderup), Nordschleswig, ein Storchengelege. In Gundsølille auf Seeland starb ein Jungstorch, vermutlich aufgrund von Krankheit.

Gleichwohl ist Hans Skov zufrieden. „Die Zahl der Storchenjungen hätte gern höher ausfallen können. Aber wir können einfach froh sein, dass die Zahl weiterhin steigt – auch die Zahl der Paare.“

2018 nur zwei Paare in Dänemark

Zum Vergleich: Wie der NDR unter Hinweis auf den Naturschutzbund (Nabu) im August vergangenen Jahres berichtete, gab es 2021 in Schleswig-Holstein rund 500 Jungstörche.

2018 brüteten in Dänemark ganze zwei Paare – ein Paar in Schmedagger (Smedager) in Nordschleswig und ein Paar im erwähnten Gundsølille.

Mittlerweile sind mehr Paare in Nordschleswig hinzugekommen, die in Westjütland, auf Djursland und auf Seeland brüteten.

Von den neun Storchenpaaren im Jahr 2022 konnten vier keine Jungen aufziehen, weil die Störche zeitlich zu weit auseinander eintrafen oder weil sie noch zu jung waren. Bei vier Paaren glückte die Aufzucht, das Paar in Brauderup verlor die Eier durch die Nilgänse.

Der Zuwachs ist nach den Worten von Hans Skov auf ein Bestandswachstum in Deutschland, den Niederlanden und im schwedischen Schonen zurückzuführen.

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