Hoffnung

Wichtiger Schritt zum zweigleisigen Ausbau

Wichtiger Schritt zum zweigleisigen Ausbau

Wichtiger Schritt zum zweigleisigen Ausbau

Kopenhagen/Nordschleswig
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Die Strecke zwischen Tingleff und Pattburg ist das letzte eingleisige Stück zwischen Schweden und Italien. Foto: Volker Heesch

Eine breite Mehrheit im Folketing hat beschlossen, den Preis für den Bau eines zweiten Gleises zwischen Tingleff und Pattburg ermitteln zu lassen.

Ein zweites Gleis auf der Strecke zwischen Tingleff/Tinglev und Pattburg/Padborg soll Teil der grünen Infrastrukturverhandlungen werden. Dazu gibt es nun eine breite politische Unterstützung.

Bereits 1993 beschloss das Folketing die Strecke auszubauen, doch seither hat sich nichts getan um den Engpass zu beseitigen. Die Berechnungen zu den Kosten für das zweite Gleis sind ebenfalls 27 Jahre alt. Donnerstag haben sämtliche Parteien bis auf die Liberale Allianz einen Antrag von Venstre unterstützt, der den Transportminister verpflichtet, neue Berechnungen anzustellen.

„Es ist positiv, dass eine Mehrheit nun Venstres Vorschlag unterstützt“, sagt Ellen Trane Nørby (V), Mitglied des Transportausschusses.

„Es ist nicht sinnvoll, 27 Jahre alte Berechnungen bei den kommenden Verhandlungen über eine neue, grüne Infrastruktur-Absprache zu benutzen.“

Schätzung: 800 Millionen

Der Radikale Nils Sjøberg hat sich während seiner Zeit als Vertretung von Lotte Rod ebenfalls mehrfach für das Doppelgleis eingesetzt.

„Das ist ein fantastischer Tag. Nicht nur haben wir schönstes Wetter. Wir sind auch dem Doppelgleis zwischen Tingleff und Pattburg einen großen Schritt nähergekommen“, meint er.

Eine Schätzung aus dem Jahr 2013 kommt zu dem Ergebnis, dass der Ausbau 800 Millionen Kronen kosten wird. Trane Nørby meint jedoch, dass genaue Berechnungen wichtig sind.

„Die Kasse muss stimmen, und daher haben wir diesen Vorschlag eingereicht. Wir meinen nämlich nicht, dass man Beschlüsse aus dem Bauch heraus treffen soll“, sagt sie.

Die letzte Lücke

Trane Nørby kritisiert, dass die sozialdemokratische Regierung den Infrastrukturplan der vorigen Regierung verschrottet habe.

„Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen den zweiten Teil des Planes, sodass wir ein voll ausgebautes Doppelgleis von Schweden bis Italien bekommen.“ Die Strecke zwischen Tingleff und Pattburg ist nämlich das letzte Stück, dass noch fehlt.

Es wird geschätzt, dass sowohl der Personen- wie der Güterverkehr mit einem zweiten Gleis um 40 Prozent ansteigen würde. Trane Nørby ist überzeugt, es würde Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagert werden.

„Dies hilft bei der Erreichung der Klimaziele.“

Für Sjøberg ist der Donnerstag der letzte Arbeitstag im Sitzungssaal und er fühlt sich in Sektlaune.

„Es ist eine fantastische Art, meine Schwangerschaftsvertretung zu beenden.“

Es ist jedoch erst am 1. August ganz Schluss mit der Vertretung. Sjøberg versichert dem „Nordschleswiger“ er werde bis dahin fleißig weiterarbeiten.

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