Grenzhandel

Skepsis bei Vorschlag gegen Grenzhandel

Jan Peters
Jan Peters Hauptredaktion
Kopenhagen/Apenrade
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Kunden aus Dänemark beim Einkauf in Deutschland: Bald ein selteneres Bild? Foto: Archiv DN

Im neuen Haushalt schlägt die Regierung vor, die Abgaben im dänischen Grenzhandel zu senken und so die Kunden in Dänemark zu halten. Ob die Regierung damit die gewünschte Wirkung erzielt, sei fraglich, meinen Skeptiker.

Einer der Vorschläge im am Donnerstag von der Regierung in Kopenhagen präsentierten Haushalt ist die Senkung der Abgaben im dänischen Grenzhandel. Während dieser Vorschlag beim dänischen Wirtschaftsverband Dansk Erhverv auf Zustimmung trifft, ist Ökonomieprofessor Bo Sandemann von der Universität in Aarhus skeptisch, ob mit diesem Schritt der Handel der Dänen im deutschen Grenzhandel eingeschränkt und zurück nach Dänemark geholt werden kann. Das berichtet Jydske Vestkysten.
„Selbstverständlich wird es den Grenzhandel ein wenig beeinflussen, wenn in Dänemark die Abgaben auf deutsches Niveau gesenkt werden. Doch können die deutschen Grenzhändler ihre Waren immer noch günstiger anbieten“, erklärte er.

Bisher keine große Bedeutung

Auch von Grenzhändler Fleggaard kommen Zweifel am Kopenhagener Vorstoß gegen den Grenzhandel.
In einer E-Mail schreibt Rikke Clausen von der Geschäfts- und Kommunikationsabteilung Fleggaards: „Abgabenerleichterungen- und -erhöhungen hat es schon öfter gegeben – ohne dass sie von großer Bedeutung gewesen wären.“

Henrik Hyltoft, Marktdirektor bei Dansk Erhverv, ist jedoch froh über die Initiative. „Es ist ein bescheidener Betrag, und wir hätten gern gesehen, dass mehr Geld für das Vorhaben zur Verfügung gestellt wird“, sagt er und fährt fort, „135 Millionen sind ein Schritt in die richtige Richtung.“

Er wünscht sich, dass mehr Geld in den dänischen Grenzhandel investiert wird.

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