Coronavirus

Phase 4: Noch keine Entscheidung über Lockerungen

Phase 4: Noch keine Entscheidung über Lockerungen

Phase 4: Noch keine Entscheidung über Lockerungen

ritzau/gn
Kopenhagen/København
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Tut uns leid, wir haben noch nichts für euch. Gesundheitsminister Magnus Heunicke und Justizminister Nick Hækkerup (beide Soz.) nach den abgebrochenen Verhandlungen am Mittwochabend Foto: Martin Sylvest/Ritzau Scanpix

Nach neun Stunden wurden die politischen Verhandlungen über die Öffnungsphase 4 eingestellt. Am Freitag treffen sich die Politiker wieder.

Es ist weiterhin offen, welche Lockerungen der Corona-Maßnahmen im Laufe der kommenden Wochen eingeführt werden. Das steht fest, nachdem die Parteien im dänischen Folketing am Mittwochabend nach neun Stunden die Verhandlungen abgebrochen haben, um sich am Freitag wieder zu treffen.

Es dreht sich um die Phase 4 der Wiederöffnung: Geplant war die Rückkehr an Universitäten, das Öffnen von Konzertstätten und eine Wiederbelebung des Nachtlebens. Doch nach neuen Corona-Ausbrüchen in den vergangenen Wochen halten sich die Politiker bei der Wiederöffnung zurück.

Laut Informationen des Nachrichtendienstes „Ritzau“ soll es am Abend bereits eine Absprache gegeben haben. Darin sollte unter anderem das Versammlungsverbot für über 100 Personen verlängert werden (geplant war die Erhöhung auf 200), und außerdem sollte die Öffnung von Bars und Nachtleben ausgesetzt werden.

Forderungen der bürgerlichen Opposition

Aber die bürgerlichen Parteien in der Opposition forderten von der Regierung außerdem einen größeren Einsatz bei der Bekämpfung des Coronavirus bei ethnischen Minoritäten. Vergangene Woche kam heraus, dass zum Beispiel ein Großteil der neuen vom Coronavirus Infizierten in Aarhus somalischen Hintergrund hatten.

Außerdem haben einige Parteien den Vorschlag gemacht, dass die Sechs-Tage-Regel – Touristen aus dem Ausland müssen mindestens sechs Tage Aufenthalt buchen, um einreisen zu dürfen – abgeschafft werden soll, um unter anderem dem Hoteltourismus unter die Arme zu greifen.

Justizminister: „Alles ist noch im Spiel“

Justizminister Nick Hækkerup (Soz.) wollte sich zu den einzelnen Punkten nicht äußern: „Noch ist alles im Spiel“, sagt er. „Keine Elemente in der Absprache sind sicher, bevor es ein Gesamtergebnis gibt.“

Sämtliche Parteien bezeichneten die Verhandlungen als positiv und in einem guten Ton, und sind sich außerdem einig, dass es in den kommenden Tagen zu einer Absprache kommen wird.

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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