Corona-Maßnahmen

Keine Einreise nur mit Impfung

Keine Einreise nur mit Impfung

Keine Einreise nur mit Impfung

Nordschleswig/Kopenhagen
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Bislang ist unklar, ob ein Impfpass künftig einen Test ersetzen kann. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

Eine Corona-Impfung kann vorläufig die Forderung eines Tests bei der Einreise nicht ersetzen.

Eine Corona-Impfung kann zurzeit die Einreise nach Dänemark nicht ermöglichen. Das bestätigt das Justizministerium gegenüber dem „Nordschleswiger“.

Am Freitag hat die dänische Regierung neue Reiserestriktionen, geltend seit Sonntag, eingeführt. Demnach darf man jetzt nur noch mit einem maximal 24 Stunden alten Test und einem triftigen Grund einreisen. Einwohner in Schleswig-Holstein müssen einen maximal eine Woche alten Corona-Test machen lassen und einen triftigen Grund nachweisen, wenn sie über die Grenze wollen.

Bislang gibt es keine Ausnahme für Personen, die gegen Corona geimpft worden sind.

Das Gesundheitsministerium teilt dem „Nordschleswiger“ mit, dass derzeit nicht daran gearbeitet wird, eine Einreise mit einem Impfpass, statt mit einem Test, zu ermöglichen. Man will eine solche Lösung jedoch nicht grundsätzlich ausschließen.

Die Ministerien machen jedoch auch darauf aufmerksam, dass die Frage noch nicht aktuell sei, da es noch einige Wochen dauern wird, bis die ersten Personen in Deutschland wie in Dänemark die zweite Impfung erhalten haben.

Das Gesundheitsministerium hat angekündigt, dass man derzeit an einem Impfpass arbeite. Dies hat intensive politische Diskussionen darüber ausgelöst, ob ein solcher Impfpass zum Beispiel zu Festivals Zugang geben soll.

Die derzeitigen Einreise-Restriktionen gelten bis zum 17. Januar. Staatsministerin Mette Frederiksen (Soz.) hat jedoch angekündigt, dass der geltende Shutdown über den 17. Januar hinaus verlängert wird. Sie hat sich bislang nicht konkret dazu geäußert, ob das auch für die Einreisebestimmungen gelten soll. Es gibt jedoch bislang keine Anzeichen, dass dies nicht der Fall sein sollte.

Der Artikel wurde am 14.1., 8.30 korrigiert

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Leitartikel

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
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