Nach der Pandemie

Dänemark im Wachstums-Modus: Wieder weniger Arbeitslose

Dänemark im Wachstums-Modus: Wieder weniger Arbeitslose

Dänemark im Wachstums-Modus: Wieder weniger Arbeitslose

ritzau/gn
Kopenhagen
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Wachstum der Finanzen und weniger Arbeitslose. Beschäftigungsminister Peter Hummelgaard (Soz.) kann zufrieden sein – aber er muss auch neue Probleme lösen. Foto: Henning Bagger, Ritzau/Scanpix

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Das „Geschäft Dänemark“ blüht: Mit dem Wachstum folgen aber auch neue Probleme. Arbeitskräftemangel steht an erster Stelle der Herausforderungen.

101.300 Personen waren im August arbeitslos. Damit ist die Arbeitslosigkeit in Dänemark auf 3,6 Prozent gesunken – das ist der niedrigste Wert seit 12 Jahren.

Im August fanden weitere 5.600 Personen eine Arbeit. Das hängt vor allem mit der Wiedereröffnung nach der Corona-Pandemie zusammen, so die Erklärung von Beschäftigungsminister Peter Hummelgaard (Soz.).

Der Minister müsste eigentlich zufrieden sein, doch derzeit bedeutet die niedrige Arbeitslosigkeit auf dem Arbeitsmarkt, dass vielen Branchen die notwendigen Fachkräfte fehlen. Das gilt unter anderem in der Transportbranche, in Unternehmen im Service- und Handelsbereich, in Baufirmen sowie in der Industrie und Produktion.

Gemeinsam eine Lösung finden

„Wir wollen untersuchen, ob Kommunen und Arbeitslosenkassen sich an die geltenden Regeln halten, wenn es darum geht, dass Arbeitslose zur Verfügung stehen müssen. Außerdem wollen wir die Anbindung von Senioren auf dem Arbeitsmarkt stärken“, sagt Hummelgaard, der derzeit mit Arbeitnehmern und Arbeitgebern verhandelt.

Sowohl die Gewerkschaft Dansk Metal als auch der Unternehmerverband Dansk Industri haben sich bereit erklärt, mehr Arbeitskraft aus Drittländern außerhalb der EU zu holen.

Wiedereröffnung treibt das Wachstum an

Die Wiedereröffnung der Gesellschaft nach der Corona-Pandemie hat das dänische Wachstum in die Höhe geschraubt. Vor allem Restaurants, Bars und Geschäfte durften wieder öffnen.
Das Bruttonationalprodukt (also die Finanzen des Landes) ist im zweiten Quartal des Jahres um 2,8 Prozent gestiegen. Experten hatten mit einem Plus von 2,3 Prozent gerechnet, schreibt die Statistikbehörde Danmarks Statistik.

Finanzminister Nicolai Wammen (Soz.) freut sich über das höhere Wachstum.

„Die dänische Ökonomie hat sich in Rekordzeit nach der Corona-Krise erholt. Es ist noch schneller gegangen, als wir es erhofft hatten“, sagt der Minister.

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