Wahlen 2017

Ausnahmeerscheinung SP: Zuwächse gegen den Trend

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Aarhus
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Stephan Kleinschmidt
Mit Stephan Kleinschmidt an der Spitze holte die SP in Sonderburg fünf Mandate. Foto: Karin Riggelsen

Nie haben lokale Listen bei den Kommunalwahlen in Dänemark so schlecht abgeschnitten, wie bei der Wahl am 21. November. Eine Ausnahme ist die Schleswigsche Partei – die allerdings auch in mehreren Kommunen antritt.

Der Erfolg der Guldborgsundliste mit elf erreichten Mandaten hat es ein wenig überstrahlt: Insgesamt gab es für die Lokallisten bei den Kommunalwahlen 2017 nur wenig zu holen. Das berichtet das Online-Medium für Entscheidungsträger in der öffentlichen Verwaltung, dknyt. Insgesamt erreichten die Lokallisten in ganz Dänemark vier Prozent der Wählerstimmen, die Zahl der Kommunen, in denen die Lokallisten Mandate erhielten, ging deutlich zurück.

2009 hatten die Lokallisten insgesamt 4,4 Prozent erreicht, 2013 dann 5,0 Prozent, jetzt nur 4,0 Prozent. Bei der letzten Wahl vor der Kommunalreform im Jahre 2001 waren es noch 9,4 Prozent.

Die Zahl der landesweiten Mandate fiel bei der jüngsten Wahl von 99 auf 78, die Zahl der in den Stadträten vertretenen Lokallisten von 49 auf 40 in insgesamt 34 Kommunen.

Als „besonderes Kapitel“ hebt dknyt die Schleswigsche Partei (SP) hervor, die in den obigen Berechnungen nicht einbezogen ist, weil sie „lokal in dem Sinne ist, dass sie geografisch definiert ist, andererseits aber auch eine Partei über Kommunengrenzen hinweg, wenngleich nur in Nordschleswig“.

Die SP hat, anders als die anderen lokalen Parteien, seit vier Wahlen in Folge insgesamt Zuwächse zu verzeichnen. Von vier Mandaten in den vier nordschleswigschen Kommunen 2005 auf sechs in 2009, neun in 2013 und nun zehn – von denen alleine Sonderburg fünf Mandate stellt.

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