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Flixbus macht der Bahn Konkurrenz

Flixbus macht der Bahn Konkurrenz

Flixbus macht der Bahn Konkurrenz

Dänemark/Apenrade
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Flixbus baut seine Verbindungen in Dänemark aus und macht der dänischen Bahn Konkurrenz. Foto: Snapshot-Photography/Imago/Ritzau Scanpix

Nach einer Gesetzesänderung erweitert das Busunternehmen sein Angebot.

Mit dem Inkrafttreten des neuen Fernbusgesetzes (fjernbuslov) hat das dänische Eisenbahnunternehmen DSB seit gestern Konkurrenz auf mittellangen Strecken bekommen. Musste bis jetzt eine Fernbusstrecke 150 Kilometer lang sein, reichen nun 75 Kilometer aus. Das Busunternehmen Flixbus hat reagiert und 38 neue Verbindungen in Dänemark neu eingerichtet – vor allem in Süddänemark und Nordschleswig. Das Gesetz wurde im März von der damaligen Venstre-Regierung beschlossen – mit Unterstützung der Sozialdemokraten und der Dänischen Volkspartei.

Laut Lotte Rysted, Pressesprecherin von Flixbus Danmark, bedient das Unternehmen nun 48 Städte in Dänemark. Aalborg, Aarhus, Odense und Randers werden von Apenrade angesteuert, von Sonderburg gibt es Verbindungen nach Odense, Aalborg und Aarhus. Von Hadersleben werden Odense und Randers bedient.

Viele der neuen Strecken des Busunternehmens bediente vorher ausschließlich die DSB. Aske Wieth Knudsen, Vizedirektor der DSB, stellte im Sender Danmarks Radio fest: „DSB hat sich vorbereitet und ist konkurrenzfähig.“ Generell habe das Unternehmen die Preise gesenkt, um mit Autos und Bussen konkurrieren zu können. Knudsen weist auf die günstigen orangenen Tickets hin, deren Verkauf ausgeweitet wurde. Während Louise Schack Elholm (Venstre), Mitglied des Transportausschusses, mehr Konkurrenz zu DSB gutheißt, warnt Anne Valentina Berthelsen, verkehrspolitische Sprecherin der Sozialistischen Volkspartei, in Danmarks Radio davor, dass private Alternativen die öffentlichen Verkehrsmittel bedrohen.

Die Verbraucherschutzorganisation Tænk sieht es grundsätzlich positiv, wenn Passagiere Wahlmöglichkeiten erhalten und Konkurrenz bessere Bedingungen für Reisende schafft. Allerdings könnte die Bahn wegen geringerer Einnahmen gezwungen sein, ihr Angebot für Außengebiete und zu Nebenzeiten auszudünnen, heißt es in einer Stellungnahme der Verbraucherschutzorganisation zum Gesetzesvorschlag, auf den Tænk hinweist. Das neue Gesetz könne so dazu führen, dass das Angebot für Passagiere schlechter werde. Wichtig sei, dass der Bürger den bestmöglichen Zugang zu einem nachhaltigen Personenverkehr erhalte, so Tænk.

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