Bahnverkehr

Grenzenloser Ärger über DSB

Grenzenloser Ärger über DSB

Grenzenloser Ärger über DSB

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
Flensburg
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Villy Søvndal (rechts) reist am Montag nach Flensburg. Ob mit Auto oder Bahn ist nicht bekannt. Foto: Ruth Candussi

Keine dänischen Fahrkarten in Flensburg, hinderliche Kontrollen in den Personenzügen und zu langsame Verbindungen nach Hamburg: Am grenzüberschreitenden Grenzverkehr haben SF und Grüne einiges auszusetzen.

Dass es noch immer nicht möglich ist, am Flensburger Bahnhof Karten der dänischen DSB zu kaufen oder mit der dänischen „Rejsekort“ ein- oder auszuchecken, sorgt weiterhin für Ärger im Grenzland. Allerdings käme dieser in Kopenhagen noch immer nicht deutlich genug an, meint der Apenrader Folketingskandidat der Sozialistischen Volkspartei (SF), Henrik Boye.

Unverständlich sei dies zumal, wenn es im schwedischen Malmö, gleich gegenüber von Kopenhagen, zugleich schon längst möglich ist, DSB-Fahrkarten zu kaufen.

Er als Grenzland-Experte und unter anderem seine Parteifreunde, der Regionsratsabgeordnete Villy Søvndal und der Folketingsabgeordnete Karsten Hønge wollen deshalb am Montag in Flensburg u. a. mit den Kieler Grünen-Abgeordneten Andreas Tietze und Rasmus Andresen diskutieren, wie das Thema – vor der Folketingswahl – auf die große politische Tagesordnung gebracht werden kann.

„Wenn wir die Investitionen angucken, dann müssen wir jetzt aktiv werden. Die Regierung setzt ja nur auf Autos“, so Boye zum Nordschleswiger. Neben dem Fahrkarten-Problem soll nämlich auch die Bahnverbindung zwischen Hamburg und Kolding thematisiert werden – zu deren Verbesserung EU-Mittel zu beantragen seien. Und nicht zuletzt fordert SF, dass die aus ihrer Sicht ohnehin unerwünschten Grenzkontrollen im Zug ohne Halt während der Fahrt stattfinden können.

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