Bildungspolitik

Regierung will doch nicht bei den Privatschulen sparen

Regierung will doch nicht bei den Privatschulen sparen

Regierung will doch nicht bei den Privatschulen sparen

Ritzau/hm
Kopenhagen
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Der Parteivorsitzende Morten Østergaard (Radikale Ventre) und seine Stellvertreterin Sofie Carsten Nielsen (RV) treffen im Finanzministerium ein, wo am Montag über den Haushalt 2020 verhandelt wurde. Foto: Niels Christian Vilmann/Ritzau Scanpix

Die Regierung wollte im kommenden Haushaltsjahr bei den Privatschulen sparen. Das hätte, so die Befürchtung, auch die Schulen der deutschen Minderheit treffen können. Nun sind die Einsparungen vom Tisch.

Die sozialdemokratische Regierung Dänemarks sieht von Einsparungen bei den Privatschulen im kommenden Jahr ab. Dies bestätigte Finanzminister Nicolai Wammen gegenüber Danmarks Radio, nach Verhandlungen über den Haushalt 2020. Laut Morten Østergaard, Chef der Partei Radikale Venstre, hätten die Einsparungen 300 Millionen Kronen eingebracht. Die Partei hatte sich gegen Einsparungen bei den Privatschulen ausgesprochen, ebenso die rechtsliberale Partei Venstre; die Sozialdemokraten wollten damit die Volksschule (folkeskolen) stärken. Laut der Interessenorganisation der Privatschulen, Dansk Friskoleforening, hätten die Einsparungen zu Schulschließungen geführt.

Die Regierung hatte betont, Schulen der deutschen Minderheit seien von den angedachten Einsparungen nicht betroffen. Die Venstre-Politikerin Ellen Trane Nørby hatte dies kürzlich im „Nordschleswiger“ bezweifelt.

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