Deutsche Minderheit

Glückwünsche von der SP zum SSW-Bundestagsmandat

Glückwünsche von der SP zum SSW-Bundestagsmandat

Glückwünsche von der SP zum SSW-Bundestagsmandat

Apenrade/Aabenraa
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Carsten Leth Schmidt freut sich als Vorsitzender der SP über den Bundestagserfolg des SSW. Beide Parteien arbeiten im deutsch-dänischen Grenzland seit Jahren eng zusammen. Foto: Archivfoto: Karin Riggelsen

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Der Vorsitzende der Schleswigschen Partei (SP), Carsten Leth Schmidt, gratuliert Stefan Seidler zum Wahlerfolg: „Es ist sehr gut für die deutsch-dänische Zusammenarbeit, dass nun ein Kenner der Grenzlandminderheiten in Berlin Einzug hält.“

„Herzlichen Glückwunsch an Stefan Seidler zu seinem Bundestagsmandat.“ So lautet der erste Kommentar des Vorsitzenden der Schleswigschen Partei (SP), Carsten Leth Schmidt nach Bekanntwerden des offiziellen Wahlergebnisses nach den Bundestagswahlen am Sonntag. Mit 55.330 Stimmen ist es dem Südschleswigschen Wählerverband mit dem 41-jährigen Flensburger erstmals seit 1949 wieder gelungen, in den Deutschen Bundestag einzuziehen.

Kenner der Grenzlandminderheit im Bundestag

„Es ist sehr gut für die deutsch-dänische Zusammenarbeit, dass nun ein Kenner der Grenzminderheiten in Berlin Einzug hält“, so Carsten Leth Schmidt. Er verweist auf die engen Verbindungen Seidlers zu deutschen und dänischen Politikerinnen und Politikern. Seidler war für die Region Süddänemark ebenso wie für das Land Schleswig-Holstein tätig gewesen.

Stefan Seidler feierte mit Parteifreundinnen und -freunden den Einzug in den Bundestag. Foto: Kira Kutscher / FlensborgAvis

„Ich erwarte, dass mit der Wahl eines Politikers der dänischen Minderheit in den Bundestag auch die deutsch-dänischen Beziehungen wieder höheren Stellenwert erhalten“, so die Hoffnung Leth Schmidts, der trotz der Ausrufung des deutsch-dänischen Freundschaftsjahres und vieler Feierlichkeiten anlässlich der Volksabstimmungen und neuen Grenzziehung vor über 100 Jahren in Berlin und Kopenhagen ein nicht ausreichendes Interesse an der Zusammenarbeit feststellen musste.

Hoffnung auf mehr deutsch-dänische Zusammenarbeit

„Ich erhoffe mir auch, dass der Stellenwert der Minderheiten im Rahmen der deutsch-dänischen Beziehungen nach dem Einzug Seidlers in den Bundestag steigen wird. Gerade auch die Politikerinnen und Politiker der anderen Parteien im Grenzland sollten die Wahl Seidlers zum Anlass nehmen, ihr Engagement für die Grenzregion zu steigern", so der SP-Chef.

Rückenwind für SP

Auch für die SP nördlich der deutsch-dänischen Grenze in Nordschleswig verspürt Carsten Leth Schmidt durch den Erfolg des SSW Rückenwind, haben SSW und SP doch seit Jahren beim Einsatz für die Grenzregion und die deutsch-dänische Zusammenarbeit eng kooperiert. „Erst im August haben wir unsere gemeinsamen Eckpunkte für mehr Schwung für die deutsch-dänische Zusammenarbeit vorgestellt“, so der SP-Vorsitzende. In diesen wird auch das Thema neue Barrieren an der deutsch-dänischen Grenze kritisch aufgegriffen, das Grenzpendlern und Bewohnern im Grenzland seit Jahren unter den Nägeln brennt. „Die deutsch-dänische Zusammenarbeit muss auch angesichts des Trends auf Touren gebracht werden, dass die Bedeutung Deutschlands als Handelspartner Dänemarks seit Jahren zurückgegangen ist“, so Leth Schmidt.

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