Standpunkt

„Wir dürfen uns nicht an geschlossene Grenzen gewöhnen“

Wir dürfen uns nicht an geschlossene Grenzen gewöhnen

Wir dürfen uns nicht an geschlossene Grenzen gewöhnen

Reiner Perau
Kopenhagen
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Der Direktor der Dänisch-Deutschen Handelskammer, Reiner Perau, ist der Meinung, dass eine Öffnung der Grenzen wichtig für die Wirtschaft ist.

Die dänische Regierung hat einen großen Plan zur Wiedereröffnung vorgelegt. Aber sie haben die Grenzen vergessen. Denn während ein Corona-Pass den Dänen bald Zugang zu Bar, Restaurant und Friseur verschafft, ist ausländischen Touristen die Einreise nach Dänemark immer noch verwehrt, und Geschäftsreisende unterliegen strengen Auflagen hinsichtlich Einreisegrund, Test und Isolierung.

Das hat Folgen für die Tourismusbranche, die unter den fehlenden Einnahmen vor allem durch deutsche Urlauber leidet. Eine weitere Periode ohne ausländische Touristen setzt die Branche unter Druck.

Und dann gibt es noch den Handel und den Export. Videokonferenzen können eine Menge bewirken. Aber erfolgreiche Beziehungen erfordern von Zeit zu Zeit physische Präsenz.

Natürlich sollten Einreisende die gleichen Voraussetzungen wie im Corona-Pass erfüllen: Impfung, Immunität oder negativer Test.

Dänemark ist Weltmeister bei den Corona-Tests. Das Land sollte einen Teil der Testkapazitäten nutzen, um den Tourismus und den Geschäftsreiseverkehr bald in Gang zu bringen. Es wird sich wirtschaftlich auszahlen.

Es ist Zeit für die Regierung, einen Plan zu entwickeln.

Reiner Perau, Direktor der Dänisch-Deutschen Handelskammer

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