Deutsch-dänisches Freundschaftsjahr

Zehn Kunstprojekte im ganzen Land zum Thema „2020“

Zehn Kunstprojekte im ganzen Land zum Thema „2020“

Zehn Kunstprojekte im ganzen Land zum Thema „2020“

Dirk Thöming
Kopenhagen
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Die Theater-Vereinigung "Assitej" übt in Horsens Kindertheater ein. Foto: Jörg Metzner

Theater, Musik und Film: Das Goethe-Institut vergibt im Freundschaftsjahr 100.000 Euro an deutsch-dänische Kunst.

Anders als das Gewöhnliche sollten sie sein – und so ist es dann auch geworden. Das Kopenhagener Goethe-Institut hat, zusammen mit der Deutschen Botschaft in Kopenhagen, 100.000 Euro für freie Kunstprojekte bewilligt, die sich im auf Regierungsebene ausgerufenen Deutsch-Dänischen Freundschaftsjahr 2020 mit den deutsch-dänischen Beziehungen beschäftigen.

Das Projekt „Spaltung und Wiedervereinigung“ (Splittelse og Genforening) der Animationshochschule in Viborg, Via University Collage, bringt dabei auch das Thema Wiedereingliederung Nordschleswigs in Dänemark 1920 in den Vordergrund. In Workshops mit deutschen und dänischen Teilnehmern soll am Campus in Viborg ein Animationsfilm-Projekt entstehen, welches dann in Esbjerg und den Städten Nordschleswigs Open Air aufgeführt wird.

Auch das Kopenhagener Architektur-Festival, Kopenhagen Architecture Festival, geht auf Tournee und wird, im Rahmen des Kulturwettbewerbes, eine Ausstellung in Aarhus und Odense präsentieren.

Das Copenhagen Jazz Festival bekommt die 10.000 Euro Förderung für die Idee, deutschen „Krautrock“ in verschiedenen dänischen Städten, unter anderem Aarhus, im Februar 2020 zu präsentieren.

Mit der Organisation „Alice“ soll darüber hinaus deutsche Experimentalmusik auf Tournee in Dänemark gehen.

Das dänische Avantgarde-Festival „Klang Festival“ präsentiert in Kopenhagen und Aarhus ein Konzert mit dem hochkarätigen deutschen Ensemble „Recherche“.

Eine andere interessante Veranstaltung lädt zum Mitmachen und Lernen ein: Die internationale Vereinigung des Theaters für Kinder (Assitej) lädt sechs Theater aus Deutschland und Dänmark zum Horsens Theaterfestival (16. bis 20. September 2020) ein. Dort gibt es einen fachlichen Austausch darüber, wie Kindertheater in Deutschland und Dänemark gemacht wird, auch mit Blick auf Inklusion.

Fördergeld geht auch an die Nordatlantischen Filmtage, die im nächsten Jahr deutsche Filme mit Verbindung in den Norden in Dänemark, Grönland, Island und auf den Färöer Inseln zeigen.

Das Theater Nordkraft in Aalborg zeigt ein neues Stück über etwa 40.000 deutsche Flüchtlinge, die zwischen 1945 und 1949 in Lagern in und um Aalborg interniert waren.

Kunstdenkmäler verschönern und diskutieren

Das Dreiecksgebiet zwischen Vejle, Kolding und Middelfart, Trekantområdet, steht hinter einer Aktion, bestehende Kunstdenkmäler im öffentlichen Raum als Happening zu verschönern. Drei deutsche und drei dänische Künstler sind daran beteiligt und wollen mit den Bürgern in Dialog treten. Eine der Aktionen findet in Hadersleben statt.

Das dänische Ensemble Contemporánea interpretiert den "Zauberlehrling" neu - ein Bild des Klimawandels. Foto: Public Domain

Last but not least geht das Musikprojekt „Contemporánea” aus Kopenhagen mit einer neuen Musik-Theaterinterpretation des Zauberlehrlings auf Tournee in Dänemark.

Das dänische Ensemble spielt in Zusammenarbeit mit dem deutschen Schauspieler und Regisseur Wolfgang Häntsch.

„Goethes ,Zauberlehrling‘ probiert seine Kräfte beim Wasserholen aus, doch es gerät außer Kontrolle und endet in einer Überschwemmung. Diese Handlung wird auf die heutige Zeit übertragen“, sagt die Leiterin des Goethe-Institutes, Bettina Senff.

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