Bundesverdienstkreuz

Einsatz für deutsch-dänische Beziehungen gewürdigt

Einsatz für deutsch-dänische Beziehungen gewürdigt

Einsatz für deutsch-dänische Beziehungen gewürdigt

Kopenhagen
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Claudia Hoffmann Dose vor der Petri Kirche Foto: Walter Turnowsky

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Claudia Hoffmann Dose wurde am Dienstag in der Residenz der deutschen Botschaft das Bundesverdienstkreuz am Bande überreicht.

28 Jahre lang wirkte Claudia Hoffmann Dose im Vorstand des Kirchenrates der Petri-Gemeinde, davon sechs Jahre als Vorsitzende.

Es war vor allem diese ehrenamtliche Arbeit, die der stellvertretende Botschafter Joachim Bleicker betonte, als er ihr das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verlieh. Er hielt die Rede im Namen von Botschafter Detlev Rünger, der kurzfristig einen dringenden Termin wahrnehmen musste.

Der stellvertretende Botschafter Joachim Bleicker hat Claudia Hoffmann Dose das Bundesverdienstkreuz überreicht. Foto: Deutsche Botschaft in Kopenhagen

„Die St. Petri Kirche spielt für das deutsche Leben in Kopenhagen eine wichtige Rolle. Sie ist mit ihrer fast 450-jährigen Geschichte ein starkes und bleibendes Element in den deutsch-dänischen Beziehungen. Sie ist ein Versammlungsort für die deutsche Gemeinde und für viele Neuankömmlinge eine erste Anlaufstelle“, heißt es in der Rede.

Die Verdienste der Gemeinde bei der Wiederannäherung zwischen Deutschland und Dänemark wurden betont.

„Frau Hoffmann Dose hat durch 28 Jahre ehrenamtliche Arbeit die Entwicklung der Gemeinde St. Petri mitgeprägt“, heißt es weiter, wobei insbesondere ihre Zeit als Vorsitzende herausgestrichen wurde.

„Die Kirche ist heute ein wichtiger Ort des deutsch-dänischen Austauschs. Sie ist eng mit der Sankt Petri Schule verbunden und sie kooperiert intensiv mit der Botschaft und mit Mittlerorganisationen in Kopenhagen.“

Ein Beispiel dieses Austauschs ist die Kopenhagener Kulturnacht, an der die Petri Kirche seit 1998 teilnimmt.

„Zu dieser Gelegenheit strömen weit über 1.000 Menschen durch die Kirchengebäude und lernen ihre Geschichte kennen. Sie selbst hat ungezählte Besuchergruppen durch die Kirche geführt und an zahlreichen Artikeln und Schriften über die Gemeinde mitgewirkt. Dass heute in den Grabkapellen Informations- und Gedenktafeln angebracht sind, in denen die enge Verbindung zwischen St. Petri und dem dänischen Staatswesen im 18. Jahrhundert verdeutlicht wird, ist ebenfalls auf Frau Hoffmann Doses Einsatz und ihr Talent für die Beschaffung der notwendigen Finanzmittel zurückzuführen.“

Die deutsche Botschaft hat gemeinsam mit der Gemeinde Veranstaltungen, wie klassische Konzerte, politische Vorträge und Public-Viewing von Fußballspielen durchgeführt.

„Frau Hoffmann Dose war uns dabei immer eine gute Partnerin.“

Das fast 30-jährige Engagement von Frau Claudia Hoffmann Dose rage dabei heraus und habe prägende Spuren in der Geschichte der Gemeinde hinterlassen.

„Damit hat sich Frau Hoffmann Dose auch und in besonderer Weise um die deutsch-dänischen Beziehungen und das Ansehen der Bundesrepublik Deutschland in Dänemark verdient gemacht.“

Hoffmann Doses Eltern kommen aus der deutschen Minderheit. Sie selbst ist in Kopenhagen aufgewachsen und hat die Petri Schule besucht.

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