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Forscher: Dänemark ist Bewegungs-Weltmeister

Forscher: Dänemark ist Bewegungs-Weltmeister

Forscher: Dänemark ist Bewegungs-Weltmeister

Kopenhagen/Odense
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Die Bevölkerung in Dänemark ist in Bewegung. Foto: Claus Bech/Ritzau Scanpix

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Die Bevölkerung in Dänemark ist viel in Bewegung und treibt Sport. Das zeigt eine umfassende Studie bei der 163.000 Personen befragt worden sind.

Es mag sein, dass Dänemark bei den Olympischen Spielen nicht so viele Medaillen gewinnt, aber wenn es um den Breitensport geht, sind die Einwohnerinnen und Einwohner Dänemarks Bewegungs-Weltmeister. Das zeigt eine neue, umfassende Studie, an der 163.000 Personen teilgenommen haben.

„Wir glauben, dass im kleinen Dänemark alle gleich sind, aber das stimmt nicht, wenn es um die Bewegungsgewohnheiten der Menschen geht“, sagt der Forscher Bjarne Ibsen, der die Studie „Danmark i Bevægelse“ (Dänemark in Bewegung) durchgeführt hat.

Es ist die bisher umfassendste Studie, die auf diesem Gebiet gemacht worden ist. Bei üblichen Meinungsumfragen und ähnlichem werden in der Regel 1.000 bis 1.500 Personen befragt.

Alle Aktivitäten mitgezählt

Einige radeln in der Natur, gehen mit dem Hund spazieren, gehen ins Fitnesscenter, sind im Garten aktiv oder spielen Fußball.

Die Untersuchung unterscheidet sich nicht nur vom Umfang her von anderen Studien, sondern auch, weil andere Bewegungsformen als die klassischen Vereinssportarten untersucht worden sind.

„Die gute Nachricht ist, dass die Bevölkerung generell sehr aktiv ist – und zu den Besonderheiten gehört, dass in Kopenhagen am meisten geradelt wird – sowie auf den Inseln Fanø und Ærø“, erklärt Ibsen.

Sportstätten nicht entscheidend

Sportstätten und -anlagen spielen dabei eher eine geringe Rolle.

„Die Anzahl der Sportstätten spielt eine untergeordnete Rolle, wenn es um sporttreibenden Erwachsenen geht“, sagt der Projektleiter und Adjunkt Jens Høyer-Kruse von der Süddänischen Universität, der ebenfalls hinter der Studie steht.

Er weist darauf hin, dass in den Kommunen in Verbindung mit bevorstehenden Kommunalwahlen – wie jetzt im November – oft über fehlende Sportstätten diskutiert wird. Doch die Menschen treiben auch so Sport.

Wichtiger als neue Sportanlagen, so die Forscher, sei, wie die Bevölkerung einer Kommune zusammengesetzt ist. Viele Rentner und kurze Ausbildungen ziehen die Statistik herunter, so die Forscher.

„Wir sind Weltmeister im Breitensport. Es gibt wenige Länder, die sich mit uns messen können, wenn es um Sport und Bewegung geht“, sagt Jens Høyer-Kruse.

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