Umwelt und Natur

Bürger könnten Müll noch besser sortieren

Volker Heesch
Volker Heesch Hauptredaktion
Tondern/Kopenhagen
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Foto: Archivbild: DN

Der Abfallchef von Tønder Forsyning ist skeptisch gegenüber den Robotereinsatz auf Müllplätzen.

Roboter sortieren künftig Sperrmüll. So lautet die Überschrift einer Mitteilung des Umweltministeriums, in der über die Zuteilung von 12,8 Millionen Kronen Fördermittel für eine automatische Sortierung von Wertstoffen berichtet wird, die bisher in den Verbrennungsöfen bei „Vestforbrænding“ in Glostrup bei Kopenhagen verfeuert werden. Der Leiter der Abteilung Abfall beim Ver- und Entsorgungsbetrieb in der Kommune Tondern, Jørgen Olsen, sieht bei „Tønder Forsyning“ in nächster Zukunft kein Einsatzgebiet für Sortierroboter. Er sieht vor allem die Bürger aufgefordert, beim Transport von Sperrmüll auf den Recyclinghof brauchbares Material z. B. in Metallsammelbehälter oder für Wiederverkauf im Wiederverwertungsladen abzuliefern.

Olsen betont, dass die Mitarbeiter auf dem „Genbrugsplads“ sehr sorgfältig verwertbare Stoffe aussortieren. „Wir verkaufen Metalle, Papier und Glas mit Gewinn“, so Olsen und fügt hinzu, dass dabei auch vom Staat einkassierte Gebühren gespart werden, die abhängig vom Gewicht des zur Verbrennung abtransportierten Mülls erhoben werden. „Ich könnte mir vorstellen, dass Roboter noch mehr Wertstoffe aus dem normalen Hausmüll herausfischen könnten“, so der Abfallchef und berichtet, dass laufend der Inhalt von Mülltonen untersucht wird.

Dabei sehe man, dass immer noch zu viel Metall, Glas und Papier in den Hausmüll gestopft wird. „Es ist noch viel Raum für Verbesserung bei Verminderung des Müllaufkommens“, so Olsen, der aber unterstreicht, dass seit Einführung der Wiederverwertungstonnen in Tondern deutlich weniger Hausmüll angeliefert wird, weil die Bürger Papier, Glas, Metall und Plastik aussortieren. Noch bessere Wiederverwertung erwartet er mit Errichtung des neuen Recyclingshofs in Tondern, auf dem alle „Lieferanten“ einer Kontrolle unterzogen werden.

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