Silvester

Kein ruhiger Jahreswechsel für die Feuerwehr

Kein ruhiger Jahreswechsel für die Feuerwehr

Kein ruhiger Jahreswechsel für die Feuerwehr

Ritzau/hm
Kopenhagen/Toftlund
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Feuerwerk schmückt den Nachthimmel über Sonderburg. In den Händen einiger weniger wurde es in Kopenhagen und Toftlund gefährlich. Foto: Karin Riggelsen

Für die Dänische Bereitschaft war der Jahreswechsel nach eigener Aussage nicht ruhig. Erschreckend: 17 Mal wurden Feuerwehrleute mit Feuerwerkskörpern angegriffen. Ein Mann aus Toftlund muss für einen Raketenschuss auf eine Frau 60 Tage ins Gefängnis.

Die Polizei nahm am Silvesterabend einen 17-Jährigen in Fosgården in Albertslund, Kopenhagen, fest. Dem Teenager wird vorgeworfen, ein Römisches Licht (bomberør), das Leuchtkugeln verschießt, auf die Einsatzkräfte abgefeuert zu haben, die einen Abfallcontainer löschen wollten.

Laut der Polizei von Kopenhagen, die massiv zur Stelle war, hatten der 17-Jährige mit weiteren jungen Leute den Container absichtlich in Brand gesteckt, um Feuerwehrleute in die Falle zu locken. Der Festgenommene ist wieder auf freiem Fuß, er wird sich aber für die Taten verantworten müssen.

Die Bereitschaft der Hauptstadt meldete über den Kurznachrichtendienst Twitter fünf Fälle dieser Art. Aber nicht nur die Feuerwehr wurde beschossen, ebenfalls in Kopenhagen, im Stadtteil Nørrebro, wurde ein Mann festgenommen, der Feuerwerk gegen Passanten gerichtet hatte.

Vorfall in Toftlund

In Toftlund in Nordschleswig feuerte ein 20-Jähriger nach Aussage der Polizei von Südjütland und Nordschleswig um 0.15 Uhr ein Römisches Licht auf eine junge Frau ab, die ihm den Rücken zuwendete. Glücklicherweise trug sie offenbar keine schweren Verletzungen davon, die Haare und die Jacke der 21-Jährigen wurden versengt, eine weitere Person befand sich in der Schusslinie. Der Mann wurde am Mittwoch dem Haftrichter in Sonderburg vorgeführt und in einem Schnellverfahren zu 60 Tagen Gefängnis ohne Bewährung verurteilt.

Weniger Augenverletzungen

Die Zahl der Augenverletzungen, die in den Krankenhäusern des Landes in der Neujahrsnacht behandelt werden mussten, ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Neun Personen, darunter drei Teenager, mussten sich wegen Augenschäden durch Feuerwerkskörper in Krankenhäuser begeben, bei zwei Personen sind die Verletzungen so schwer, dass die Sehkraft bedroht ist. Vergangenes Jahr waren es 22 Personen, davor 28 Personen.

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