Grenzkontrollen

Weiter Kritik am Soldateneinsatz an der Grenze

Weiter Kritik am Soldateneinsatz an der Grenze

Weiter Kritik am Soldateneinsatz an der Grenze

Apenrade/Flensburg
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Laut Polizei sollen die Soldaten im Hintergrund agieren. Am Freitag waren sie am Bahnhof in Pattburg allerdings sehr präsent. Foto: Scanpix

Dass die an der Grenze eingesetzten Soldaten Einreisende nicht begrüßen sollen, sorgt bei Nordschleswigs Touristik-Chef für Erleichterung. Kritik an der Maßnahme bleibt jedoch bestehen – auch auf deutscher Seite.

Als Vorsitzender des Tourismusvereins Destination Sønderjylland zeigt sich Svend Brodersen erleichtert, dass die eingesetzten Soldaten nicht im Vordergrund stehen werden. „Ich bin froh, wenn die Soldaten nicht zu sehen sind. Das Beste für Touristen ist es, wenn sie sich in einem Land willkommen fühlen. Wenn ich ankomme und denke: ,Oh, da stehen Soldaten an der Grenze‘, fühle ich mich vielleicht nicht so wohl. 2015 musste etwas getan werden, aber jetzt erwecken die Kontrollen einen falschen Eindruck.“

Auch wenn die Soldaten im Hintergrund agieren – Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange (SPD) bleibt bei ihrer Kritik, was die dänischen Grenzkontrollen angeht. „Weitere Kräfte in die Grenzkontrollen zu stecken ist der falsche Weg“, teilte Simone Lange am Freitag mit. „Stattdessen sollte man mehr in die gemeinsame deutsch-dänische Polizeiarbeit investieren. Das ist zehnmal effektiver, als in Personal an der Grenze zu investieren“, so Flensburgs Oberbürgermeisterin. „Auch wenn die Soldaten nicht die Kontrollen durchführen werden und im Hintergrund tätig sind, unsere Kritik an den Kontrollen bleibt erhalten.“

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