Phising und Co.

Senioren tappen öfter in die IT-Falle

Senioren tappen öfter in die IT-Falle

Senioren tappen öfter in die IT-Falle

Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Ältere Menschen sind für Kriminelle im Internet oft leichtere Beute. Foto: Kim Agersten/Ritzau Scanpix

Neun Prozent der Dänen im Alter von 65 bis 74 Jahren haben in Verbindung mit digitaler Kriminalität Geld verloren.

Unter dem Begriff Phishing (von fishing, englisch für Angeln) versteht man Versuche, über gefälschte Webseiten, E-Mails oder Kurznachrichten an persönliche Daten eines Internet-Benutzers zu gelangen und damit Identitätsdiebstahl zu begehen.

Jeder zweite Nutzer des Internets erlebt Schwindelversuche. Das sind meistens Versuche, durch sogenannte Phishing-Mails oder falsche Webseiten an Nutzerdaten, Passwörter oder Kreditkarten und Bankzugang zu kommen.

Sechs Prozent derjenigen, die digitalen Schwindel erlebt haben, so die dänische Statistikbehörde Danmarks Statistik, haben dabei auch Geld verloren. Am häufigsten trifft es Senioren im Alter 65 bis 74 Jahre (9 Prozent) und am wenigsten die ältesten Nutzer im Alter von 75 bis 89 Jahren (4 Prozent). Auch die jungen Leute sind betroffen: Bei den 16- bis 24-Jährigen mussten sieben Prozent im Netz Lehrgeld zahlen.

Am häufigsten erleben ältere Internetnutzer, dass sie falsche Phishing-Mails erhalten (36 Prozent) oder auf falsche Internetseiten dirigiert werden (neun Prozent). Fünf Prozent der Älteren über 64 Jahre haben Schwindelversuche mit ihrer Kreditkarte Dankort erlebt – über alle Altersgruppen gesehen waren es sechs Prozent.

Die Zahlen sind Teil einer Studie von Danmarks Statistik über die IT-Nutzung in der Bevölkerung 2019 (IT-anvendelse i befolkningen 2019).

Wie schützt man sich gegen Phishing?

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie hat folgende Tipps für Internetnutzer. Die Grundregel vorweg: Kein Kreditkarteninstitut und kein seriöser Anbieter fordert Sie per E-Mail auf, vertrauliche Zugangsdaten preiszugeben – auch nicht um der Sicherheit willen.

  • Überprüfen Sie stets die Adressleiste in Ihrem Browser. Am besten tragen Sie die Adressen zu häufig besuchten Login-Seiten in die Favoritenliste Ihres Browsers ein.
  • Klicken Sie niemals auf Links in einer dubiosen E-Mail. Versuchen Sie im Zweifelsfall stattdessen, die im E-Mail-Text genannte Seite über die Startseite der betreffenden Organisation zu erreichen – also ohne den angegebenen Link in die Adresszeile des Browsers einzutippen.
  • Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob eine E-Mail vielleicht berechtigter Weise nach vertraulichen Daten fragt, fragen Sie am besten telefonisch bei dem genannten Anbieter nach.
  • Geben Sie keinesfalls persönliche Daten wie Passwörter, Kreditkarten- oder Transaktionsnummern via E-Mail preis – egal, wie vertrauenserweckend die betreffende E-Mail erscheint.
  • Geben Sie persönliche Informationen nur in der gewohnten Weise etwa auf der Online-Banking-Website ein. Sobald Ihnen irgendetwas seltsam vorkommt, beenden Sie die Verbindung sofort und kontaktieren Sie den regulären Website-Betreiber.
  • Starten Sie niemals einen Download-Link direkt aus einer E-Mail heraus, auf deren Echtheit Sie sich nicht hundertprozentig verlassen können. Starten Sie, wenn möglich, einen Download stets direkt von der Anbieter-Website.
  • Öffnen Sie insbesondere niemals Dateien im Anhang einer verdächtigen E-Mail.
  • Beenden Sie jede Online-Session durch einen regulären Log-out – statt einfach nur das Browserfenster zu schließen.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig den Saldo Ihres Bankkontos sowie Umsätze zum Beispiel von Internetzahlungsdienstleistern. So können Sie bei unbefugten Abbuchungen schneller reagieren.
  • Geben Sie niemals persönliche Daten auf Webseiten mit unverschlüsselter Verbindung ein. Ob eine Website verschlüsselt mit Ihrem Browser kommuniziert, erkennen Sie an der Abkürzung "https://" in der Adresszeile sowie an dem kleinen Vorhängeschloss- Symbol neben der Adresszeile des Browsers.
  • Achten Sie stets darauf, dass Ihre Antivirus-Software aktuell und die Firewall aktiv ist.

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