Danmarks Statistik

Sonderburg halbiert seine Einbruchszahlen

Sonderburg halbiert seine Einbruchszahlen

Sonderburg halbiert seine Einbruchszahlen

dodo
Nordschleswig
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Die Zahl der Einbrüche in Dänemark geht zurück. Foto: Thomas Borberg/Ritzau-Scanpix

Während es in Apenrade, Tondern und Hadersleben einen leichten Anstieg im vergangenen Jahr bei den Einbrüchen gab, sind diese laut Zahlen der Statistikbehörde 2019 in Sonderburg massiv zurückgegangen.

In dänische Häuser ist im vergangenen Jahr so selten eingebrochen worden wie seit über 30 Jahren nicht mehr. Insgesamt waren es lediglich 24.553 gemeldete Einbrüche landesweit. Das zeigen die neuesten Zahlen der dänischen Statistikbehörde Danmarks Statistik. 2018 waren es noch 29.015 – 2015 sogar 33.129.

„Das sind richtig gute Neuigkeiten, dass wir so wenige Einbrüche im vergangenen Jahr in Dänemark hatten. Das ist das Ergebnis von vielen Menschen, Nachbarn und Organisationen, die den Einbrechern das Leben immer schwerer machen“, sagt Britt Wendelboe von „Bo trygt“, eine Zusammenarbeit des „TrygFonden“, des Verbandes „Realdania“ und des Rates gegen Kriminalität, „Det Kriminalpræventive Råd“.

So weit die Lage in ganz Dänemark, doch gilt dies auch für Nordschleswig? Nicht ganz! In Apenrade, Tondern und Hadersleben ist die Zahl der Einbrüche 2019 im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen. In Apenrade gab es im vergangenen Jahr 218 gemeldete Einbrüche, 2018 waren es 190, in Tondern waren Einbrecher im vergangenen Jahr 188-mal aktiv (167 Einbrüche 2018), und in Hadersleben erlebten 210 Bürger 2019 ungebetenen Besuch (2018 war dies 173-mal der Fall).

Anders sieht die Entwicklung allerdings laut Danmarks Statistik in Sonderburg aus. Dort hat sich Einbruchszahl im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr mehr als halbiert – von 669 auf 317 gemeldete Einbrüche.

Polizei wartet auf eigene Zahlen

Die Polizei für Süddänemark will noch nicht in Euphorie ausbrechen, sondern erst einmal die eigenen Zahlen abwarten. Diese liegen derzeit nämlich erst für die ersten drei Quartale vor. „Zu den Zahlen von Danmarks Statistik kann ich nichts sagen, aber generell sind wir mit der Entwicklung, die unsere Zahlen zeigen in unseren Polizeikreisen, sehr zufrieden. Wir haben im vergangenen Jahr besondere Anstrengungen unternommen – und diese haben, soweit wir das beurteilen können, etwas gebracht“, so Kaj Nielsen, Polizeiinspektor bei der Polizei für Südjütland und Nordschleswig.

Neben den höheren Polizeianstrengungen spielt auch das Engagement der Bürger eine große Rolle bei der Verhinderung von Einbrüchen. Zur Organisation dieser sogenannten „Nachbarschaftshilfe“ gibt es unter anderem die App „Naborhjælps“. Laut „Bo trygt“ zählt diese bereits über 120.000 Mitglieder. In den nordschleswigschen Kommunen wird diese mit 2.311 teilnehmenden Bürgern am häufigsten genutzt. In Apenrade sind es 1.201, in Tondern 556 und in Hadersleben 1.144 Nutzer. Die App dient dazu, ein Netzwerk aufzubauen, sich über Einbrüche auszutauschen oder gemeinsame Wachen in der Ferienzeit zu organisieren. „Der Beitrag der Bürger ist äußerst wichtig. Die Polizei kann Einbrüche verfolgen und aufklären, aber wenn wir es den Einbrechern schwerer machen wollen, sind wir auf aktive Bürger angewiesen“, so Polizeioberrat Chr. Østergård von der Abteilung Vorbeugung im vergangenen Jahr zum „Nordschleswiger“.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Urlaub oder Überleben“