Sommercamp

Eine Woche Spaß und Sport

Eine Woche Spaß und Sport

Eine Woche Spaß und Sport

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin - Apenrade
Apenrade/Aabenraa
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Für die Abschlussaufführung hatten die Sommercampteilnehmer ein richtiges Programm zusammengestellt. Foto: Karin Riggelsen

20 Kinder mit besonderen Herausforderungen vergnügten sich in und an der Arena Apenrade.

Am Donnerstagnachmittag legten sich die 20 Mädchen und Jungen, die insgesamt vier Tage an der Sportschule für Kinder mit verschiedenen Behinderungen und besonderen Herausforderungen verbracht hatten, zusätzlich ins Zeug. Der letzte Tag ihres Sommercamps wurde mit einer kleinen Vorführung für die Eltern und andere Angehörige abgeschlossen. Der Fußball wurde doppelt so hart ins Tor gedroschen, der Hula-Hoop-Reifen noch ein paar Runden mehr um die Hüften geschwungen. Für die Mühe wurden die Kinder mit dem Applaus des Publikums und noch dazu jeweils mit einer Medaille und einer Urkunde belohnt.

Das Vormittagstraining hatten die Fußballer aufgrund des heftigen Regens noch in die Halle verlegen müssen, aber am Nachmittag konnten die Kinder draußen kicken. Foto: Karin Riggelsen

Ein Angebot von „Godt Gået" und „Parasport Danmark"

Der Apenrader Behindertensportverein „Godt Gået“ bietet schon seit einigen Jahren in Zusammenarbeit mit dem dänischen Behindertensportverband „Parasport Danmark" dieses Sommercamp für Kinder der Altersgruppe sechs bis 17 Jahre an.

Das Angebot steht allen Kindern offen; Sportschulleiter Henrik Juhl und sein Trainerteam kennen die meisten Teilnehmer jedoch aus der Einrichtung „Fjordskolen“, wo Juhl bis vor kurzem beschäftigt war.

In wenigen Tagen wechselt der Sozialpädagoge an die STU-Ausbildungsstätte in Apenrade. STU steht für „Særlig tilrettelagt ungdomsuddannelse“ und ist eine dreijährige weiterführende Ausbildung für Jugendliche (unter 25 Jahren) mit besonderen Herausforderungen. Bevor er sich jedoch auf die neuen spannenden Aufgaben stürzt, lag ihm die Durchführung der Sommercamps am Herzen.

Henrik Juhl machte zunächst viele Jahre als Trainer beim Sommercamp mit. Vor einigen Jahren hat man ihn mit der Gesamtleitung betraut. Foto: Karin Riggelsen

Sport in der Gemeinschaft

„Wir haben in diesem Jahr Fuß- und Handball sowie Gymnastik angeboten. Um den Handballkurs durchführen zu können, hatten wir allerdings zu wenige Anmeldungen“, sagt der Sportschulleiter. Er weiß, dass viele der handballbegeisterten Kinder schon bei „SønderjyskE Kids“ in der Lykke-Liga regelmäßig dem Ball hinterher jagen und deshalb wahrscheinlich auch jetzt nicht den großen Bedarf an Sporterlebnissen in der Gemeinschaft haben, da sie dieses Bedürfnis bereits erfüllt bekommen.

Besonders stolz ist Henrik Juhl, dass ein junger autistischer Mann, den er das Jahr über betreut, in diesem Jahr selbst Betreueraufgaben in der diesjährigen Sportschule übernommen hat. „Er ist ein sehr tüchtiger und begeisterter Kicker, nimmt sich aber selbst total zurück. Statt selbst aufs Tor zu gehen, spielt er den Kursteilnehmern Zuckerpässe zu, damit sie das Erfolgserlebnis haben. Er hat so eine tolle Entwicklung gemacht“, freut sich Juhl über seinen Schützling.

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