Gedenkpark

„Wir sind doch alle Teil der Wiedervereinigung“

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Apenrade/Aabenraa
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Erwin Andresen (SP). Foto: SP

Deutsche Minderheit durch SP-Mann Erwin Andresen in der Jury für neuen Gedenkpark vertreten.

Stadtratsmitglied Erwin Andresen von der Schleswigschen Partei (SP) wurde auf der Oktobersitzung des Kommunalrates am Mittwoch in die Jury gewählt, die sich unter den drei eingegangenen Vorschlägen für den künftigen Gedenkpark, der anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Angliederung Nordschleswigs an Dänemark (auf Dänisch: Genforeningen) im Jahr 2020 am Apenrader Folkehjem angelegt werden soll.

Für Erwin Andresen ist es auch als Mitglied der Minderheit eine ganz natürliche Sache, sich in Sachen „Genforeningspark“ einzumischen. „Ich kann mich noch gut daran erinnern, als der damalige Chefredakteur des Nordschleswigers (Siegfried Matlok, red. Anm.) mich und meinen Stadtratskollegen Kurt Andresen 2010 als geschichtslos bezeichnete, weil wir für die Einrichtung einer Multibahn im Genforeningshaven (zwischen Madevej und H. P. Hanssens Gade; red. Anm,) votierten.

Auch Ejler Schütt von der Dänischen Volkspartei meinte damals, dass wir uns als Vertreter der Minderheit aus einem so dänischen Thema raushalten sollten. Ich bin davon überzeugt, dass ich als SP-Kandidat für die ganze Kommune gewählt bin und ich deshalb auch zu allem Stellung beziehen muss; ich bin nach wie vor der Meinung, dass es damals die richtige Entscheidung war. Ich wage zu behaupten, dass die Skulptur von H. P. Hanssen seit der Neugestaltung des Genforeningshaven in einen lebendigen Stadtraum von mehr Leuten gesehen wurde als in den Jahren davor.

Sie ist dadurch wieder ins Tageslicht gerückt worden. Außerdem bin ich der Meinung, dass wir, d. h. die deutsche Minderheit, selbstverständlich auch ein Teil der sogenannten Wiedervereinigung sind“, unterstreicht Erwin Andresen.

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Leitartikel

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
„Venstre-Wellen“