Klimawandel

Weniger reden, mehr handeln

Anke Haagensen/jast, JV
Apenrade/Aabenraa
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Zwei-und Vierbeiner nahmen an der Klimademo in Apenrade teil. Foto: Claus Thorsted/JV

Eine kleine Schar Demonstranten mit Bannern und Plakaten zog am Sonnabend durch die Apenrader Innenstadt. Ihre Forderung: Tut etwas!

Apenrade gehört zu den zehn Städten Dänemarks mit dem höchsten Überschwemmungsrisiko. Das zeigt die aktuelle Hochwasserrisikokarte des dänischen Küstendirektorats. Um drohenden Überschwemmungen entgegenzuwirken, trifft die Kommune Apenrade bereits verschiedenste Maßnahmen. Für die gebürtige Apenraderin Eva Matthiesen Jaffke war das Thema Klimawandel trotzdem Anlass genug, Sonnabend zu einem Klimamarsch durch die Innenstadt aufzurufen.

High Noon am Nordertor

Um Punkt 12 Uhr fand sich auch eine Schar Demonstranten am Nørreport ein, um gemeinsam mit Plakaten bewaffnet durch die gesamte Fußgängerzone bis zum Süderstrand zu ziehen. Manche hatten sich schon von zu Hause aus auf den Klimamarsch mit Bannern und Schildern vorbereitet, andere Plakate waren wohl eher spontan entstanden.

Protest auf Synnejysk

Auf den Böden von Pappkartons wurden Botschaften wie „Æ vand renne aue, hvis vi saue“ (Synnejysk für „Das Wasser läuft über, wenn wir (jetzt) schlafen“) oder „Less Talk more Action“ (Englisch für „Weniger reden, mehr handeln“).

Plakate allein helfen nicht

Mehr handeln, weniger reden: Das ist genau das, was Eva Matthiesen Jaffke und ihre Mitdemonstranten von den verantwortlichen Politikern fordern. Dass die Plakate den Klimawandel nicht aufhalten, ist ihr natürlich auch klar.

Partei- und generationsübergreifender Protest

„Wir möchten aber auf diese Weise zeigen, dass wir über Altersgrenzen hinweg und parteiübergreifend durch eine verantwortliche und ambitionierte Klimapolitik auf unser Apenrade aufpassen wollen“, sagt sie. „Es reicht nicht, dass man als Politiker sagt, dass man etwas für das Klima tun will. Ich möchte lieber erfahren, was der einzelne Politiker konkret macht, um das Übereinkommen von Paris zum Klimaschutz einzuhalten“, sagt sie.

Jeder kann seinen Beitrag leisten

Noch wird nach dem Geschmack von Eva Matthiesen Jaffke seitens der Politiker zu wenig gehandelt. Allerdings kann jeder Bürger seinen Teil selbst beitragen, indem er seinen CO2-Fußabdruck minimiert. Einer Studie der Umweltorganisation WWF (World Wildlife Fund) zufolge findet der größte Energieverbrauch der einzelnen Haushalte in den eigenen vier Wänden (Energie und Konsumgüter) und bei Reisen (insbesondere durch Flugreisen) statt.

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