Kriminalität

Weniger Einbrüche in Apenrade nach Polizeifang

Weniger Einbrüche in Apenrade nach Polizeifang

Weniger Einbrüche in Apenrade nach Polizeifang

Apenrade/Aabenraa
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Nachgestellte Szene eines Einbruchs Foto: Archiv DN

Apenrade ist die einzige Kommune in Südjütland und Nordschleswig, in der die Zahl der Einbrüche gestiegen ist. Ein Experte hat jedoch eine Erklärung dafür.

Obwohl die Einbruchszahlen landesweit fallen, stellt die Statistik in der Kommune Apenrade einen Anstieg fest. So liegt Apenrade bei der jüngsten Bestandsaufnahme deutlich höher, als die nordschleswigschen Nachbarkommunen: 71 Einbrüche sind im dritten Quartal verzeichnet worden. Tondern (Tønder) hat dagegen 20 angezeigte Fälle, Sonderburg (Sønderborg) 30 gleichauf mit Hadersleben (Haderslev). Diese aktuellen Zahlen hat „Bo trygt“ herausgegeben.

Einbrüche primär im Juli und August

Es gibt jedoch eine Erklärung, warum die Zahl im dritten Quartal dieses Jahres im Vergleich so hoch ist. „Schauen wir auf die Verteilung der Einbrüche in den Monaten Juli, August und September, dann fällt auf, dass die Einbrüche im September deutlich weniger geworden sind. Sie fanden primär in den Monaten Juli und August statt. Das führen wir auf einen Einbrecher zurück, den wir im August festnehmen konnten. Zwölf Einbrüche gehen allein auf sein Konto“, berichtet Henning Marcussen, der Leiter der zuständigen Leitstelle in Sonderburg auf Nachfrage des „Nordschleswigers“.

Werden die Einbrüche des 18-Jährigen aus dem Gebiet Apenrade und Umgebung aus der Statistik entfernt, zeigt sich ein anderes Einbruchsbild in der Kommune Apenrade. Die Zahl liegt dann sogar unter der des Vorjahres.

Eine andere Erklärung hat Kommissar Marcussen für die Einbrüche nicht. „Man kann zwar Vermutungen anstellen, doch es gibt keine konkreten Belege“, stellt er fest.

Schutz von Eigentum

Doch „Bo trygt“ möchte die Bürger hauptsächlich darauf aufmerksam machen, ihr Eigentum zu schützen und Einbrüche zu vermeiden, um sich sicherer zu fühlen, denn im Vergleich zu den Nachbarländern ist die Zahl der Einbrüche in Dänemark deutlich höher. „Das liegt vor allem daran, dass Häuser und Wohnungen schlecht vor dem Eindringen Unbekannter geschützt sind“, sagt Laura Bjerre Munch, Projektleiterin bei „Realdania“. Es könne wesentlich mehr unternommen werden, meint sie. Zu den Schutzmaßnahmen gehörten unter anderem bessere Schlösser und Einbruchssicherung an Fenster und Türen, erklärt sie.

Außerdem geben die Maßnahmen ein sichereres Gefühl. „Laut einer Befragung, die wir vorgenommen haben, ist ein wesentlicher Grund für das Gefühl von Unsicherheit, die Angst vor einem Einbruch“, erklärte Britt Wendelboe, Programmleiterin für das Partnerprojekt „Bo trygt“.

„Bo trygt“ erteilt deshalb folgende fünf Ratschläge, die zusammen mit der Reichspolizei entwickelt wurde:

  • Nachbarschaftshilfe (Næbohjælp)
  • Außenlicht
  • Einbrüche erschweren (Schlösser usw.)
  • Nutzen von sicheren Bezahlformen beim Kauf von gebrauchten Dingen
  • Bei Einbruchsverdacht: 114 anrufen

Bo trygt

Bo trygt ist ein Initiativzusammenschluss von „Det Kriminalpræventive Råd“, „TrygFonden“, Realdania“ und „Bolius“. Bo trygt soll die Zahl der Einbrüche im Land reduzieren, denn immer noch gibt es in Dänemark vergleichsweise mehr Einbrüche als in den Nachbarländern Schweden, Norwegen und Deutschland.

Außerdem sollen sich die Bürger sicherer vor ungebetenen Besuchern fühlen, so die Zielsetzung der Initiative.

Das soll durch gezielte Informationskampagnen geschehen. So sollen die Eigenheime besser gegen Einbrüche gesichert werden. Außerdem soll erreicht werden, dass die Bürger erkennen, wenn gestohlene Sachen im Internet angeboten werden.

Mehr Informationen dazu gibt es auf www.botrygt.dk.

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