Weihnachten in Apenrade

Weihnachten? „Ich werde es nie leid“

Gesche Picolin
Gesche Picolin Journalistin
Feldstedt-Holz
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Nina Loff beginnt schon im August mit der Gestaltung ihres „Julloftet“. Foto: Karin Riggelsen

Nina Loff herrscht im 31. Jahr über das Weihnachtsreich in der Kruusmühle.

Wer bis jetzt noch nicht in Weihnachtsstimmung gekommen ist, der sollte einen Besuch in der Kruusmühle in Feldstedt-Holz erwägen. Im Obergeschoss hat sich Nina Loff bereits seit August ihrer Leidenschaft hingegeben: dem Aufbereiten von 3.000 Quadratmetern „Julloftet“.

Seit 31 Jahren macht sie das, dass sie im August beginnt und den Dachboden schmückt. Wird sie es denn nie leid? „Ich verkaufe hier ausschließlich Produkte, die mir selbst zusagen“, so Loff. Sprich: nein.

Es geht sowohl sehr traditionell zu, mit den klassischen dänischen julenisser, mit roter Mütze bis über die Augen, doch auch gedecktes Grün ist eine alternative Farbe bei den klassischen Weihnachtszwergen. Die grünen Zwerge seien seit vergangenem Jahr sehr populär, so Loff.

Für Leute, die nicht so unbedingt das klassische Weihnachten benötigen, hält Loff durch das Weihnachtslied „Driving home for christmas“ inspirierte Artikel bereit: süße Servietten etwa, mit einem roten Auto mit grünem Weihnachtsbaum auf dem Dach, oder auch diskrete Deko-Autos aus Beton mit einem hölzernen Bäumchen auf dem Dach. Für die gleiche Zielgruppe gibt es papiernen Baumbehang; wunderschön zarte Lochmusterblumen oder auch feinste, aus Packpapier hergestellte Bäumchen.

Im Gastronomiebereich können die Gäste neue Energie tanken. Foto: Karin Riggelsen

Kaum Hilfe

Für das gewaltige Areal holt Loff sich kaum Hilfe. Ein Zimmerer geht ihr dann und wann zur Hand und bringt hier und da hölzerne Konstruktionen an die Wand.
Im mittleren Bereich findet man eher Einrichtungsgegenstände. Man wandert umher und entdeckt überall kleine Besonderheiten: einen Schlitten, ein Paar „vergessene“ Stiefel, einen Reifen. Einen nostalgisch anmutenden Ski. Und – huch! – noch einen Schlitten. „Wir erschaffen Erlebnisse“, so Loff.
Und im letzten Raum findet sich dann allerlei für den Gaumen. Kruusmühles Essig und Öl kann man sich in Fläschchen füllen, und wenn die leer sind, wieder auffüllen, mit 20 Kronen Rabatt. Jebsens Ngoro-Ngoro-Kaffee, eigenen Senf, und nicht zuletzt den vielleicht besten Glühwein der Welt: nach Kruusmühle-Geheimrezept.

Doch auch norwegische Gelées werden feilgeboten – und zwar exklusiv in Dänemark. Oder Trockenpesto von Bornholm: Man nehme die benötigte Menge und rühre sie an in etwas Wasser und Öl. Draußen kann man vier weihnachtliche Rentiere bestaunen, die allerdings nicht gefüttert werden dürfen.
Eine kleine Sensation – die Krusmølle.

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