Jobcenter

Viel Input für Kjer Hansen und Dahl

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Apenrade/Aabenraa
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Die Folketingsabgeordneten Eva Kjer Hansen (Venstre) und Henrik Dahl (Liberale Allianz) wurden im Apenrader Jobcenter vom Vorsitzenden des Arbeitsmarktausschusses, Vize-Bürgermeister Ejler Schütt (Dänische Volkspartei), und Bürgermeister Thomas Andresen (Venstre) in Empfang genommen. Foto: Anke Haagensen

Folketingsabgeordnete machten auf ihrer Entbürokratisierungs-Tournee Station im Apenrader Jobcenter.

Die Folketingsabgeordneten Eva Kjer Hansen (V) und Henrik Dahl von der Liberalen Allianz notierten fleißig mit, was den Vertretern des Jobcenters auf der Seele brannte, was ihnen und den Bürgern den Alltag in der dänischen Agentur der Arbeit erschwert. Und das war eine ganze Menge...
Die beiden Politiker befinden sich derzeit auf einer Art Entbürokratisierungstournee durchs Land, um sich ein Bild zu machen, wie und wo der Amtsschimmel wiehert. Dass er wiehert, ist den Damen und Männern auf Christiansborg klar. Aus diesem Grund haben sie sich die Entbürokratisierung auch auf die Fahne geschrieben.

Dahl und Kjer Hansen bekamen die Missstände nicht etwa von Bürgermeister Thomas Andresen, Stabschef Søren Lorenzen oder Jobcenterchef Henrik Kærgaard Sahl erzählt, sondern erhielten anhand von konkreten Beispielen von den zuständigen Bürochefs einen sehr anschaulichen Einblick in die Absurditäten manchen Gesetzes und mancher Reform, die den Bürgern und den Mitarbeitern den Alltag erschweren, obwohl die Intentionen, die hinter den einzelnen Entscheidungen stecken, durchaus auch lobenswert sind.

Die Bürochefs berichteten von teuren und völlig sinnlosen Sitzungsmarathons, dem Dokumentationswahnsinn und den häufig äußerst unflexiblen und nahezu irrsinnigen Richtlinien.

Eva Kjer Hansen und Henrik Dahl zeigten sich dankbar für die recht anschaulichen Beispiele aus der täglichen Praxis und versprachen, dass sie den Input mit nach Christiansborg nehmen würden, aber nicht nur, um ihre Notizen bei den zuständigen Ministern abzuladen, sondern um parteiübergreifend mit den anderen Folketingsabgeordneten diskutieren zu können, wie das öffentliche Dänemark tatsächlich entbürokratisiert werden kann. „Es ist wichtig, dass das gesamte Folketing in dieser Sache Verantwortung übernimmt und diese nicht nur auf die einzelnen Ministerien ablädt“, unterstreicht Eva Kjer Hansen.

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