Maßnahme

Verkehrsberuhigung auf dem Enemarksvej wäre zwecklos

Verkehrsberuhigung auf dem Enemarksvej wäre zwecklos

Verkehrsberuhigung auf dem Enemarksvej wäre zwecklos

Paul Sehstedt/jrp
Apenrade/Aabenraa
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Das Verkehrsschild am Enemarksvej warnt vor Ross und Reiter auf der Straße. Foto: Paul Sehstedt

Die gemessene Durchschnittsgeschwindigkeit sei zu niedrig, um Begrenzungen einzuführen, erklärt ein Verkehrssicherheitsexperte der Kommune. Autofahrer passten sich den Straßenverhältnissen automatisch an, meint er.

Von Anwohnern und Pferdebesitzern wird über brenzlige Situationen am Apenrader Enemarksvej berichtet. Autofahrer nutzen den schmalen Landweg als Abkürzung – und legen dabei zum Teil ein ordentliches Tempo vor. Da die kurvenreiche Strecke unübersichtlich ist, kam es sogar schon zu Verletzten. Die Kommune sieht jedoch keinen Grund zum Handeln.

„Wenn ich mir unsere Messdaten von Geschwindigkeitskontrollen auf dem Enemarksvej ansehe, kann ich nicht erkennen, dass die Autofahrer zu schnell unterwegs sind“, erklärt Henrik Büzau Hasling, Zivilingenieur in der Abteilung Verkehrssicherheit der Kommune Apenrade.

Viele Pferdehalter, die ihre Tiere auf den zwei Reiterhöfen Enemark und Mønterhøj untergestellt haben, sprachen sich für verkehrsberuhigende Maßnahmen aus, da Autofahrer oft keine Rücksicht auf die Reiter nehmen.

Geschwindigkeit nicht zu hoch

„Im nördlichen Abschnitt vom Nymøllevej an und bis zum Hof Enemark schwankt die Geschwindigkeit zwischen 37 und 43 km/h, während auf dem südlichen Teil bis zum Gammel Tøndervej zwischen 48 und 50 Kilometer pro Stunde gefahren werden“, liest Hasling aus der Datenübersicht vor. „Eine Beschilderung mit 40 km/h hätte überhaupt keinen Zweck.“

„Könnten bauliche Maßnahmen wie z. B. Schikanen helfen?“

„Auch das wäre nicht nützlich, da sie so konstruiert sind, dass sie mit 40 Kilometer pro Stunde passiert werden können. Außerdem haben sie nur einen Effekt, falls sie mit 100 Meter Abstand zueinander installiert werden“, erläutert Hasling. „Da müssten wir ganz viele verlegen, und das könnte teuer werden. Die Kommune hat sich die kurvenreiche Strecke angesehen und hat den Eindruck gewonnen, dass das Straßenbild allein dazu ausreicht, um langsam zu fahren“, fährt der Ingenieur fort. „Autofahrer müssen sich eben auf die Gegebenheiten einstellen und die Geschwindigkeit anpassen. Zusätzliche Maßnahmen wird die Polizei höchstwahrscheinlich nicht genehmigen.“

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