Natur und Umwelt

Unterwegs mit „NaturSara“

Unterwegs mit „NaturSara“

Unterwegs mit „NaturSara“

Uta Boemke/aha
Apenrade/Aabenraa
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Mit NaturSara ging es zu Fuß von der Schule in den nahe gelegenen Wald. Foto: Uta Boemke

Ein Mikroforscherteam der Deutschen Privatschule Apenrade war auf der Suche nach Asseln, Regenwürmern, Schnecken und Co.

Jedes Jahr bietet Astra, ein nationales, naturwissenschaftliches Vermittlungscenter, eine Fülle an Material für das „Naturvidenskabsfestival“ an, das als Themenwoche bzw. als sogenannte NiM-Woche (NiM steht für Naturwissenschaft im Mittelpunkt) auch an der Deutschen Privatschule Apenrade (DPA) stattfindet.

Unter der Rubrik Unterrichtsmaterial war es möglich, sich für den Besuch eines „naturvejleder“ zu bewerben: Die 2. Klasse der DPA hatte Glück und bekam Besuch von „NaturSara“ (natursara.dk), die aus Herning angereist war, um die Kinder in Apenrade einen Vormittag lang zu Mikroforschern zu machen.

NaturSara hatte alles, was die Mikroforscher bei ihrer Expedition benötigen würden, in ihrem praktischen Klapp-Bollerwagen dabei. Foto: Uta Boemke

Zuerst gab es an der „Basis“, ein paar überdachten Bänken, eine Einführung in die Arbeitsweise eines Forschers. Die Kinder konnten dabei auf Erfahrungen aus der kürzlich durchgeführten NiM-Woche zurückgreifen.

Mit Schaufel und diversen Bechern und Schalen ausgestattet, gingen sechs Forscherpaare anschließend an die erste Aufgabe: Finde eine Assel, einen Regenwurm und eine Schnecke. Auch anderes Kleingetier darf gern gesammelt werden.

Dort, unter Laub und Totholz, wurden die Schulkinder schnell fündig: Asseln, Würmer und anderes Kleingetier fühlen sich hier besonders wohl. Foto: Uta Boemke

Jede Menge Kleingetier

Begeisterung machte sich breit, als die ersten Asseln in Totholz und unter Laub entdeckt und eingesammelt wurden. Zu den zu suchenden Tieren gesellten sich Käfer, Tausendfüßler, eine Kröte, drei kleine Frösche und ein Molch (auf Dänisch „salamander“), dem ein Vorderbein fehlt. Voller Begeisterung bekamen die Tiere Namen. Mit der Ausbeute zurück auf der Wiese gab es die nächste Aufgabe.

Die Schüler bei der Vorbereitung ihrer Versuchsanordnung: Wo fühlen sich die Asseln wohler? Im Dunklen oder im Hellen? Foto: Uta Boemke

Stelle eine Hypothese auf: An welchem Platz hält sich die Assel am liebsten auf? An einem hellen und trockenen Platz, an einem dunklen und trockenen, an einem feuchten und hellen oder an einem feuchten und dunklen Platz? Begründe, warum.

Aus Toilettenpapierrollen und Staniolpapier wurde ein Versuch mit den vier oben genannten Bereichen aufgebaut, und die Asseln konnten ihren Platz wählen. War die Hypothese richtig? Muss weiter geforscht werden?

Die kleineren Tiere konnten die Kinder mit Saras grüner Lupe genauer inspizieren. Foto: Uta Boemke

Wettlauf der Tiere

Den krönenden Abschluss bildete ein Wettlauf der gesammelten Tiere. Wird der Käfer gewinnen, oder ist der Frosch schneller? Nachdem Vermutungen und Begründungen schriftlich festgehalten waren, traten je zwei Tiere gegeneinander an.

Welch ein Jubel und welche Begeisterung. Wurde der Frosch Sieger, weil er längere Beine hat? Oder der Käfer, weil er mehr Beine hat? Die Kinder waren sich einig: Forscher zu sein macht unglaublich Spaß. Und die Natur hat eine Menge zu bieten. „Vielen Dank an Sara! Nicht nur die Kinder haben etwas gelernt“, stellt Lehrerin Uta Boemke fest.

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