Teilhabe

Die Ungehörten

Gesche Picolin
Gesche Picolin Journalistin
Apenrade/Aabenraa
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Foto: lev.dk

Mehrfach behinderte Kinder haben es schwer, an sozialen Gemeinschaften teilzuhaben. In der Kommune Apenrade könnte eine technische Lösung helfen.

Missverständnisse sind für Kinder mit mehrfacher Behinderung Alltag. Das bedeutet unter anderem, dass es für sie schwer ist, an sozialen Gemeinschaften teilzuhaben. Durch eine Zusammenarbeit der Kommune Apenrade mit CoLab Recovery & Rehab, der UC Syd und der Firma Applikator ist diese Gruppe in den vergangenen zweieinhalb Jahren einer technologischen Lösung womöglich einen Schritt nähergekommen.

Jene soll es ihnen ermöglichen, besser mit der Umgebung in Kontakt zu treten, sodass ihre Wünsche und Bedürfnisse verstanden werden.
Durch die Plattform VitaMind ist es durch das Projekt „En stemme til børn med multiple handicaps“ (eine Stimme für Kinder mit mehrfacher Behinderung) möglich, Erfahrung zu sammeln, wie den Kindern durch individuelle Lösungen beim Kommunizieren geholfen werden kann. Trygfonden stützt das Projekt mit 1,3 Millionen Kronen.

„Zweifelsohne ein umfangreiches Projekt"

„Das war zweifelsohne ein umfangreiches Projekt, an dem wir teilhatten. Denn jedes Kind hat unterschiedliche Schwierigkeiten. So haben wir etwa herausgefunden, dass wir kein Standardprodukt gebrauchen können, da die Kinder individuelle Einstellungen benötigen“, sagt Projektleiterin Kamilla Frank von CoLab Recovery & Rehab von der Region Süddänemark. Sie führt aus: „Wir haben gesehen, dass die Tasten für das jeweilige Kind in verschiedenen Größen und Farben sein müssen. Das ist einzigartiges Wissen, mit dem wir künftig weiterarbeiten können.“

Die Kommune hatte die Initiative ergriffen, und zwar der kommunale Bereich für Kinder mit Behinderung, der täglich auf Tuchfühlung mit den Kindern ist und dem deren Bedürfnisse bekannt sind. Sie kennen die Bedürfnisse der Kinder für neue Kommunikationslösungen.
Die Tagesstätte Posekær und das Kinderhaus Lille Kolstrup waren wichtige Zusammenarbeitspartner im Projekt. Das wiederum freut die Vorsitzende des Kinder- und Ausbildungsausschusses, Kirsten Nørgård Christensen (V): „Wir sind stolz darauf, dass die kommunalen Mitarbeiter mit ihren umfangreichen Fähigkeiten und ihrem Wissen zur Arbeit mit Kindern mit mehrfacher Behinderung zum Projekt beigetragen haben.“ Norgård Christensen fährt fort: „Ich bin insofern gespannt darauf, präsentiert zu bekommen, was aus dem Projekt geworden ist, weil es wichtig ist, Kommunikationslösungen für diese Zielgruppe zu entwickeln.“

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