„Carstensens Tehandel“

Tee ins Tässchen

Jan Peters
Jan Peters Hauptredaktion
Apenrade/Aabenraa
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Jakob Carstensen schenkt seinem Onkel, dem Firmengründer Peter Carstensen, den Jubiläums-Tee ein. Foto: Jan Peters

Seit nunmehr 30 Jahren gibt es bei „Carstensens Tehandel“ selbst gemischte Teesorten. Gegründet wurde das immer noch in Familienbesitz befindliche Geschäft von Peter Carstensen und seiner Frau Lena.

Tee ist ihre Leidenschaft – und das hat sich im Laufe von 30 Jahren nicht geändert. Nun kann „Carstensens Tehandel“ – in der Apenrader Fußgängerzone gelegen – erneut ein Jubiläum feiern. Das hatten so einige nicht erwartet, als 1988 die Türen des Geschäftes im Ramsherred 4 für die Kunden geöffnet wurden. Doch das Konzept, Tee selber zu mischen, kam an, und 2012 wurden neue Geschäftsräume in der Storegade bezogen. Die alten Räumlichkeiten wurden zu klein, boten nicht mehr genügend Platz für die inzwischen 75 Teesorten und das immer größer werdende Angebot, das inzwischen auch Spezialitäten wie Wein, Bier, Schokolade, Lakritz und Tabak umfasst. Außerdem wird Zubehör für den Teefreund angeboten: Kannen, Becher, Zuckerfässchen oder Löffel gehören unter anderem dazu.

Gegründet wurde das immer noch in Familienbesitz befindliche Geschäft von Peter Carstensen und seiner Frau Lena. 2007 übernahm Peters Bruder Palle das Geschäft. Peter wollte sich zur Ruhe setzen. 2011 verstarb Palle Carstensen jedoch, und sein Sohn Jakob übernahm die Leitung des Familiengeschäfts. Peter Carstensen besucht weiterhin oft den Laden, mischt verschiedene Teesorten miteinander und stellt so neue Tees her. „Ich kann es einfach nicht lassen“, erklärt er und beobachtet gemeinsam mit seinem Neffen Jakob die Entwicklung des Teegeschmacks in der Welt.

Eine große Auswahl Spirituosen bietet Carstensens Teehandel an. Foto: Jan Peters

Hilfe von seiner Frau

Hilfe bekommt Peter Carstensen dabei von seiner Frau Kirsten Holm sowie den ausgebildeten Geschmacksnerven von Ella Madsen, einer befreundeten Sommelière aus Kolding. Der seit 20 Jahren beliebteste Tee ist übrigens der „Hole in one“, eine Mischung aus Roibos-, Früchte- und Lakritztee. Den Namen hat der Tee bekommen, weil er so durchschlagenden Erfolg hatte. Wegen der vielen Nachahmer haben sich die Carstensens den NAmen schützen lassen, um keine Nachahmer zu haben.

Zwei bis drei Wochen und mehrere Liter Tees braucht es, bis eine neue Mischung das Licht der Welt erblickt. Die Jüngste ist der Jubiläumstee, eine Mischung aus schwarzem Tee sowie verschiedenen Weißtees, der sehr milde ist. Doch die Gedanken von Jakob und Peter Carstensen drehen sich nicht nur darum, neue Teesorten zu mischen, sondern auch, neue Ideen zu finden, um den Kunden neue Angebote machen zu können. So entstand auch mit jahrelanger Vorbereitung der Tee-Adventskalender, den es in diesem Jahr zum ersten Mal zu kaufen gibt. 24-mal zwei Teebeutel sind dort drin.

Den wohl seltensten Tee bekommen die Teefachleute von einer Teeplantage auf den Azoren geliefert. Den Großteil bestellen sie jedoch bei den Importeuren in Hamburg, wo aus aller Welt Tees in die Speicher geliefert werden.

Heute hat Carstensens Teehandel drei Standbeine: das Geschäft in der Storegade, den dort integrierten Großhandel, von dem aus unter anderem Restaurants in aller Welt beliefert werden, sowie den Online-Handel.

Am Sonnabend, 29. September, wird das Jubiläum gefeiert.

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