Abriss

Taxigebäude soll der Marktplatzsanierung weichen

PauSe
Apenrade/Aabenraa
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Das kleine Taxigebäude auf dem Marktplatz sieht bei näherem Hinsehen weniger heruntergekommen aus, als der erste Eindruck hergibt. Das funktionalistische Gebäude soll laut Marktsanierungsplan verschwinden, da der Wachstums- und Entwicklungsausschuss keinen Verwendungszweck erkennt. Foto: PauSe

Die Toilettenmöglichkeiten auf dem Marktplatz verschwinden mit dem Abriss. Das Gebäude ist angeblich wertlos.

„Das ,Taxa‘-Haus auf dem Marktplatz muss der Sanierung weichen, und im Ausschuss erhob niemand einen Einspruch“, erklärt Philip Tietje, Vorsitzender des Ausschusses für Wachstum und Entwicklung in Land und Stadt auf Anfrage des Nordschleswigers. Dem Vorsitzenden wurde die Frage gestellt, weshalb der funktionalistische Bau nicht in die Endplanung einbezogen wurde, da sich im einen Teil des Hauses öffentliche Toiletten befinden. Diese sind zwar zurzeit wegen Sachbeschädigung geschlossen, könnten aber instand gesetzt werden. Da-rauf antwortet Tietje: „Wer auf die Toilette muss, kann zum Busbahnhof oder zu Føtex laufen. Im Sanierungsplan ist jedenfalls keine Toilette vorgesehen.“

Der neu gestaltete Marktplatz soll auch für Veranstaltungen genutzt werden, und da könnte das Publikum Bedarf für Toiletten bekommen. Sollen die Leute dann auch bis Føtex oder zum Busbahnhof gehen? „In diesem Fall müssen dann Toilettenwagen aufgestellt werden“, so die Antwort des Politikers.

Im Zuge der geplanten Verkehrsberuhigung soll der Busbahnhof an die Westseite der H. P. Hanssens Gade verlegt werden. Da würde sich das Taxigebäude als neues Dienstleistungsgebäude für den Linienbusverkehr und die Fahrgäste anbieten? Tietje dazu: „Das sind Pläne, die noch nicht politisch diskutiert worden sind. Wir wissen nicht, ob der Gasværksvej ganz bis zum Flensborgvej durchgezogen wird, und wir haben in unserem Langzeithaushalt 2019-2024 noch keine Mittel für ein derartiges Projekt abgesetzt. Wir haben noch nicht die Verkehrsführung geplant. Eine andere Möglichkeit wäre, die Linienbusse an den Madevej zu verlegen. Aber wie schon gesagt, das sind Pläne, die lange Aussichten haben können.“

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