Stafet for livet Apenrade

Susanne und Erik tun es – für Hohe Kolstrup

Gesche Picolin
Gesche Picolin Journalistin
Apenrade/Aabenraa
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Ein Paar in Bewegung: Susanne Wrang und Erik Uldall Hansen an der Agora Karin Riggelsen Foto: K. Riggelsen

Das Ehepaar aus Hohe Kolstruper engagiert sich für den Lauf gegen den Krebs – vor allem aber auch für seinen Stadtteil.

Es ist seine Agora – Erik Uldall Hansen ist seit über 20 Jahren Agoras Halleninspektor. Er hat die Verwandlung des Stadtteils Hohe Kolstrup durch die Jahre am eigenen Leib miterlebt. Und er brennt für ihn: „Als bekannt wurde, dass Apenrade eine Stafet for livet (Stafette gegen den Krebs, Anm.) erhalten würde, da war für mich klar, dass die hier in Hohe Kolstrup stattfinden muss“, so Uldall.

Selbst hat er vor vielen Jahren seinen Bruder an die Krankheit verloren. Doch es sei eben nicht nur das Engagement gegen den Krebs, das ihn antreibe, so Uldall: „Mein Interesse gilt vor allem Hohe Kolstrup.“

Bereits zum zweiten Mal

Am ersten Septemberwochenende findet die Stafette gegen den Krebs nun bereits zum zweiten Mal an der Agora statt. Bei dieser Stafette geht es ununterbrochen um die Agora, und es kommt darauf an, dass eine Gruppe permanent einen Teilnehmer in Bewegung hat. Die Runde ist etwa 950 Meter lang, an der Schule vorbei, am Fußballplatz und am Kindergarten. Am Aktivitätenplatz vor der Agora steht dann eine Bühne, die die Gehenden sehen können.

Doch es gibt auch eine Runde für die Erkrankten, die sogenannten „Fighters“, die ist kürzer. Deren Organisation hat Susanne Wrang übernommen. „Die kurze Runde ist im vergangenen Jahr von niemandem in Anspruch genommen worden, die waren einfach alle so bewundernswert hart im Nehmen“, erzählt sie. „Bisher haben sich schon fast 30 Krebskranke für die diesjährige Stafette angemeldet.“

Ein Zeichen setzen

Doch Wrang ist nicht nur organisatorisch tätig: „Ich bin letztes Jahr zwei Stunden mitten in der Nacht mitgegangen. Es regnete in Strömen. Aber da war nichts zu machen. Wir wollen mit der Stafet for livet ein Zeichen setzen, dass ein Krebskranker auch rund um die Uhr mit der Krankheit leben muss. Ein Kranker kann auch nicht mal eben aussetzen. Also ging ich weiter.“

Wie aber kam sie auf die Idee, hier initiativ zu werden? „Na ja, als wir 2007 heirateten, da habe ich mich eben von Eriks Engagement anstecken lassen“, so Susanne Wrang, Uldalls Frau. Er wiederum steht der Logistikgruppe vor. „Das bedeutet zum Beispiel Sponsoren finden, Zelte organisieren, Freiwillige finden und delegieren.“ Man muss also weder sportlich sein oder erkrankt. Man kann als Freiwilliger helfen oder als Sponsor, mit Kinderwagen oder im Rollstuhl.

Die beiden freuen sich schon: auf noch eine gute Geschichte für Hohe Kolstrup.

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