Ringreiten in Apenrade

Stolz im Sattel trotz Bullenhitze

Gesche Picolin
Gesche Picolin Journalistin
Apenrade/Aabenraa
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Die Ringreiter zogen durch die Apenrader Innenstadt. Foto: Paul Sehstedt

Ringreiterfest in Apenrade: Traditionell zogen die Reiter am Sonnabend begleitet von viel Musik durch die Innenstadt zum Turnierplatz.

Zum Apenrader Ringreitereinzug waren am Sonnabendvormittag am kürzlich wiedereröffneten Marktplatz am Madevej alle Reiter versammelt. Bei gefühlten 30 Grad im Schatten in enganliegenden Anzügen mit warmen Stiefeln.

Der neue Vorsitzende des Ringreitervereins, Gerth Petersen, wurde empfangen, ebenso wie Tanja Olesen, die Apenrader Ringreiterkönigin vom vergangenen Jahr und der Ponykönig, Jonas Olesen. Und dann ging es los. Die Aabenraa Brassband liess einen minutenlangen Trommelwirbel erklingen. Los ging der Zug der stolzen Reiter, immer wieder durchbrochen von den Spielmannszügen, das war zunächst die Danehofgarde aus Nyborg auf Fünen, und die Holbæk Garde von Seeland. Das Apenrader Dudelsackorchester Pipes & Drums schloss sich an, und die Sønderjyske Garde Aabenraa spielte auf. Das Schlusslicht bildete das Aabenraa Schulorchester.

So zogen die mehr als 300 Pferde durch die abgesperrte H P Hanssens Gade, durch die enge Fussgängerzone, immer drei Pferde nebeneinander. Hier konnte man von Nahem die einzelnen Fahnen der Ringreitervereine ausmachen, etwa vom Ringreiterverein aus Røllum-Torp und Umgebung. Oder vom Rothenkruger Ringreiterverein von 1905. Am Storetorv bog der Umzug auf die Vestergade ein, auf den Margrethenweg, die Hjemalle und schliesslich auf den Festplatz. Und unmittelbar hinter dem letzten Reiter – nicht direkt aber kurz dahinter – folgte die Fegemaschine, die die gröbsten Hinterlassenschaften mit sich nahm.

Diverse Bands und Orchester begleiteten die Reiter. Foto: Paul Sehstedt
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