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Sportlicher und sparsamer Kassierer

Sportlicher und sparsamer Kassierer

Sportlicher und sparsamer Kassierer

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin - Apenrade
Rothenkrug/Rødekro
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Dennis Andreasen, Direktor der Rothenkruger Davidsen-Filiale, führte die Gäste vom BDN Rothenkrug persönlich durch den Betrieb. Foto: Gerhard Mammen

Hans Jacob Nissen schwingt sich aufs Fahrrad, um die Mitgliedskarten des BDN Ortsvereins Rothenkrug zu verteilen.

Schwer beeindruckt von „seinem“ Kassierer Hans Jacob Nissen zeigte sich der Vorsitzende des BDN Ortsvereins Rothenkrug, Gerhard Mammen, auf der Generalversammlung am Mittwochabend im Clubraum der Deutschen Schule Rothenkrug. Er führe nicht nur peinlich genau die Kasse, sondern werfe auch nicht unnötig Geld zum Fenster hinaus. „Weil er das Gros der Mitgliedskarten mit dem Fahrrad ausbringt, erspart er dem Verein etliche Portokosten. In diesem Jahr hat er auf diesem Konto quasi 756 Kronen für den Verein ,verdient‘“, erwähnte Mammen. Der Einsatz von Kassierer Nissen wurde mit großem Beifall belohnt. Er wird ihn dennoch nicht gehört haben, da er sich zurzeit auf einer Urlaubsreise befindet.

Mehrere Höhepunkte

Mammen zog in seinem Tätigkeitsbericht Bilanz eines Jahres mit einer Reihe von Veranstaltungen und Aktivitäten. Höhepunkte sind alle Jahre wieder das Gemeinschaftsfest aller deutschen Einrichtungen und Vereine in Rothenkrug im September sowie das Grünkohlessen in Verbindung mit dem Deutschen Tag. Seit einigen Jahren organisiert der BDN-Vorstand zudem immer wieder Betriebsbesichtigungen. Im vergangenen Jahr wurde ein äußerst interessanter Blick hinter die Kulissen der Holzhandlung Davidsen in Rothenkrug ermöglicht. Für das Jahr 2019 wird noch ein lohnendes Ziel für eine Betriebsbesichtigung gesucht. Allerdings erhielt der Vorstand aus der Versammlung jede Menge Vorschläge, mit denen jetzt weitergearbeitet wird.

In Abwesenheit des Kassierers verlas Gerhard Mammen auch den Rechenschaftsbericht. Der Verein wirtschaftet gut und solide und kommt mit dem Geld aus, weshalb es auch beim Mitgliedsbeitrag in Höhe von 40 Kronen pro Person bleibt.

Per Akklamation wurden die Vorstandsmitglieder Iris Karfik, Hans Jacob Nissen und Dirk Jürgensen wiedergewählt. Gleiches gilt auch für die Vereinsrevisorin Inge Fries sowie für die BDN-Delegierten.

Der Vorsitzende der SP-Apenrade, Christian Matzen, wollte von den Mitgliedern des BDN Rothenkrug erfahren, welche (politischen) Themen sie bewegen. Foto: Gerhard Mammen

Apenrader SP-Vorsitzender stellte sich vor

Im Anschluss an die Generalversammlung nutzte der Vorsitzende der Schleswigschen Partei (SP) in der Kommune Apenrade, Christian Matzen, die Gelegenheit, sich kurz vorzustellen und betrieb ein wenig Wahlnachlese. „Nach der Wahl ist vor der Wahl“, stellte er fest. Matzen wollte deshalb auch nicht lange darüber sprechen, was 2018 Grund für die Wahlschlappe der SP Apenrade gewesen war, sondern freute sich vielmehr darüber, dass die Maßnahmen, die daraufhin eingeführt wurden, schon so gut anschlagen.

„Wir wollen sichtbarer werden, wollen auf das Thema Natur und Umwelt setzen und natürlich auch weiterhin die Ökonomie der Kommune im Auge behalten“, schilderte Matzen drei Kernthemen, mit denen sich die SP Apenrade beschäftigt. Allerdings habe man erkannt, dass man sich bei den Wahlthemen 2018 offensichtlich zu sehr auf die Stadt Apenrade konzentriert habe, weshalb er jetzt auch bewusst in die Ortsvereine des ländlichen Raumes ginge, um sich anzuhören, welche Themen die Leute dort bewegen. Er forderte die Mitglieder deshalb auf, ihn mit Themen „zu füttern“. Alles habe Interesse; alles werde er mit in den Apenrader SP-Vorstand nehmen, um es dort zu besprechen. „Wir sind in der Phase, wo wir ganz viele Bälle in die Luft werfen, um dann zu sehen, welche Bälle wir dann tatsächlich auffangen können“, formulierte es Christian Matzen.

Konkretes Anliegen

Der Apenrader SP-Vorsitzende konnte dann tatsächlich auch schon mit einem konkreten Thema nach Hause fahren: Das geplante Rechenzentrum von Apple in Kassö beschäftigt die BDN-Mitglieder in Rothenkrug. Sind gesundheitliche Risiken zu befürchten? – Was bedeutet ein so großes Rechenzentrum für Klima und Umwelt? Das waren einige der Fragen, die Matzen aus Rothenkrug mitnehmen konnte.

Die Generalversammlung wurde mit einem gemütlichen Essen abgeschlossen.

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