Agilityangebot

Sportlicher Spaß für Zwei- und Vierbeiner

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Rothenkrug/Rødekro
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Der elfjährige Sune muss sich schon anstrengen, um den Lhasa-Apso-Rüden Mikki durch den Stangenwald zu locken. Mutter Anja (r.) schaut gespannt zu. Im Bildhintergrund warten Cecilie mit Birger (verdeckt) mit Bruder und Mutter, bis das Hindernis frei ist. Foto: Paul Sehstedt

Beim Agilityangebot des „freien“ Hundevereins wurde viel gelacht, aber auch geschwitzt.

Beim Agilityangebot des „freien“ Hundevereins wurde viel gelacht, aber auch geschwitzt.

„Komm, Birger, komm!“ Die elfjährige Cecilie lockt den French-Bulldog-Rüden erst nur mit Worten, er schaut sie zwar entzückt an, doch erst als sie ihm ein Leckerli hinhält, geht der acht Monate alte Welpe im Slalom um die Stangen herum. Erst als er auch die letzte Stange umkurvt hat, erhält er den kleinen Hundekeks. Und weiter geht’s zum nächsten Hindernis …

Den Parcours hat Chris Helene Lundberg Hect mit einigen Vereinskameraden von „Den frie hundeforening“ auf dem Gelände des Rothenkruger Jagdvereins am Lunderup Markvej aufgestellt. „Normalerweise machen wir nicht solche Agilityveranstaltungen. Das ist nur als Ferienangebot für Kinder gedacht; wir haben das schon ein paar Mal gemacht“, sagt Chris Helene Lundberg. Normalerweise treffen sich die (erwachsenen) Mitglieder des Vereins jeweils sonnabends ab 10 Uhr in einem der vielen ausgewiesenen Hundewälder in Nordschleswig, primär allerdings in den Kommunen Sonderburg, Apenrade und Hadersleben. „Wir fahren aber auch ein paar Mal im Jahr an den Strand von Röm, wenn es erlaubt ist, seine Hunde dort frei herumlaufen zu lassen“, sagt die Vereinsvorsitzende. Man trifft sich gerade an solchen Orten, um mit ihren Hunden ohne Leine spazieren zu gehen. Allerdings werden auch Vorträge und andere soziale Veranstaltungen ohne Hunde angeboten.

Das Agilityangebot in den Sommerferien ist mehr als Spaß gedacht. Den Hunden und ihren Herrchen und Frauchen macht es sichtlich Spaß. Es wird gelacht und gelockt; und wenn es hilft, wird auch vorgemacht, wie man die Hindernisse bewältigt. In den meisten Fällen springt der Hund auch fröhlich hinterher; ein kleiner „Handtaschenhund“ kriecht indessen ständig untendurch – auch bestes Zureden oder Leckerlis helfen nichts …
Auch riesengroße Hunde können kleine Angsthasen sein. So will der große Golden Retriever auf keinen Fall über die kippelige Wippe. Und wenn der Hund nicht will, wird er auch nicht gezwungen. Dass kein Vierbeiner etwas gegen seinen Willen macht, darauf achten Chris Helene Lundberg und ihre Helfer. Es soll schließlich ein Spaß sein.

Der kleine French-Bulldog mit dem Namen Birger hat den einen Parcours schon zweimal bewältigt; jetzt darf er auch durch den Tunnel laufen, über die Wippe gehen und über die Stangen springen. Das macht ihm Spaß. Dabei ist es gar nicht Cecilies Hund, sondern der der Nachbarn. „Unser Hund ist mit seinen 14 Jahren mittlerweile zu alt für so einen Parcours. Darüber hinaus ist er fast taub. Im vergangenen Jahr war er bei dieser Aktion noch dabei, und da Cecilie in diesem Jahr furchtbar gerne wieder mitwollte, haben wir die Nachbarn gefragt, ob Birger mit darf“, erläutert die Mutter die Zusammenhänge.

Cecilie wird zudem von ihrem jüngeren Bruder Mads begleitet. Bei einigen Hindernissen macht es einfach Sinn, zu zweit oder gar zu dritt zu sein – insbesondere beim Tunnel. Sonst könnte Birger ja entwischen.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Eine Chance für DR“