Wahlbündnis

SP will an guten Erfahrungen mit Bündnispartner anknüpfen

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Apenrade/Aabenraa
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SP-Parteisekretärin Ruth Candussi. Foto: K. Riggelsen

Ruth Candussi: Wahlbündnis ist eine rein technische Sache, dennoch muss die Chemie stimmen.

„Ziel des Wahlbündnisses ist die Sicherung des zweiten Mandates, verknüpft mit der Hoffnung, ein drittes Mandat holen zu können“, beschreibt Parteisekretärin Ruth Candussi die Hintergründe für die Entscheidung der Schleswigschen Partei, in der Kommune Apenrade bei den Kommunalwahlen am 21. November ein Wahlbündnis mit den Christdemokraten (KD) einzugehen.

„Auch wenn ein Wahlbündnis eine rein technische Sache ist, so ist doch zu bevorzugen, dass man in den Kernpunkten mit dem Bündnispartner übereinstimmt“, sagt Candussi. Man habe mit allen kleineren Parteien der Mitte im Vorfeld Sondierungsgespräche geführt. „Manchmal ging die Initiative von uns aus; manchmal trat die andere Partei an uns heran. Wir haben generell einen sehr guten Schnack mit allen gehabt, aber dann hat es letztendlich doch nicht gepasst. Ein Wahlbündnis soll ja gerne beiden Partnern etwas bringen“, sagt die Parteisekretärin. So war ein Bündnis zwischen Radikaler Venstre und der SP vor allem an den völlig divergierenden Meinungen zur Fjordskole gescheitert. Die SP hat für einen Umzug der Behinderteneinrichtung nach Krusau votiert – die Radikale Venstre ist strikt dagegen.

Mit den Christdemokraten hat man eine Partei gefunden, mit der man in den Kernpunkten konform geht, auch wenn es natürlich auch Unterschiede gibt.
„Wir haben die Christdemokraten bei unserer Zusammenarbeit in anderen Kommunen und auf Regionsebene als verlässlichen Zusammenarbeitspartner kennengelernt. Mit den Christdemokraten gibt es seit der Kommunalreform, die 2007 in Kraft trat, für die Großkommune Apenrade keine Erfahrungswerte. An den Wahlen 2009 und 2013 hat KD nicht teilgenommen.

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