Geschichten für die Jüngsten

Sigurd erzählte von Svend, Knud und Valdemar

Gesche Picolin
Gesche Picolin Journalistin
Apenrade/Aabenraa
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Sigurd Barrett war am Dienstag in Apenrade. Der Entertainer begeisterte sein junges Publikum. Foto: Karin Riggelsen

Zum Zuhören, Mitsingen und nebenbei Lernen brachte Sigurd Geschichte für die Jüngsten in die Arena.

In die Apenrader Arena zog es am Dienstagvormittag viele Menschen. Neben denen, die ihren regelmäßigen sportlichen Aktivitäten nachgingen, auch etwa 300 Kinder. Empfangen wurden die Mädchen und Jungen im Alter von 5 bis 12 Jahren von lauter Musik; voller Vorfreude auf die kommende Veranstaltung nahmen sie auf der Tribüne Platz.

Dann ging es endlich los: Mit roter Brokatjacke durchquerte Sigurd Barrett die Reihen mit dem jungen Publikum, fragte hier, was ein Mammut sei („Ein Elefant mit ganz viel Pelz!“), dort, womit König Gorm damals wohl auf den Jellingestein geschrieben hat. „Mit Edding!“, kam es da. Gute Idee, doch die waren bei den Wikingern noch nicht erfunden: Nein, mit Steinen habe man auf die Steine geschrieben, erläutere Barrett, und mit Tagesbezug fuhr er fort: „Gorms Runenstein kann man auch jetzt, nach tausend Jahren, noch lesen. Was glaubst du, wie lange deine SMS noch zu sehen sind?“ Dass man mit Steinen auch Musik machen kann, das stellte das inzwischen 50-jährige musikalische Multitalent sogleich unter Beweis.

In einer koordinatorischen Meisterleistung klopfte er zwei Steine in einem Rhythmus aneinander und zeitgleich mit dem rechten Fuß einen weiteren. Außerdem sang er noch dazu und forderte immer wieder zum Mitklatschen auf. Doch dann brachte er den ultimativen Ohrwurm: Er sang von „Svend, Knud og Valdemar“, die alle drei dänischer König werden wollten.

Diese Veranstaltung der Apenrader Bibliothek fand starken Anklang und hätte in den eigenen Räumen den Rahmen gesprengt. Die neue Arena hingegen bietet Platz für alle.

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