Spendenaktion

Sie legen sich geschäftig ins Zeug: Josefine und Annika für die gute Sache

Gesche Picolin
Gesche Picolin Journalistin
Apenrade/Aabenraa
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Tütchen mit bunten Inhalten, eine Präzisionswaage und ein Buch mit Bestellungen: Hier werden Bonbons gekocht, verkauft und versendet. V. l.: Josefine Thierup, Annika und ihre Mutter, Dorthe Hinrichsen. Aus dieser Loiter Küche versenden sie noch diese Woche zugunsten der Krebshilfe Bonbons ins ganze Land. Foto: Karin Riggelsen

Gelungene Spendenaktion für die Krebshilfe. Küche auf der Loiter Storegade ist Kommandozentrale.

In dieser Woche ist wieder Einsammlung für die Krebshilfe. Und zwei Loiter Mädchen sind ganz vorne mit dabei: Josefine Thierup und Annika Hinrichsen kochen Bonbons und verkaufen diese, um Geld einzusammeln für die Krebsforschung.

Josefine, 14, und Annika, 13, stellen seit zwei Jahren Bonbons her, sie haben ihre eigene Facebookseite. „Wir haben das ausprobiert, nachdem wir ein Video auf Youtube gesehen hatten“, erläutert Annika. Die Seite im sozialen Medium war zunächst nur für Freunde und Familie gedacht. Jetzt sind sie einfach überrascht, wie weit die sympatische Aktion Kreise zieht.

„Heute haben wir nach der Schule nur eine einzige Portion geschafft. Denn die Bonbons müssen ja auch verpackt und versendet werden“, so Annika. Tütchen für die kleinen Portionen haben sie von der Apenrader Løveapotheke spendiert bekommen. Die Mädchen stellen also bei exakt 162 Grad eine Masse her, die wird dann auf eine harte Plastikunterlage gegeben und kann nur mit Handschuhen bearbeitet werden. Denn die heiße Masse klebt und kann Verbrennungen verursachen. So geschehen an Josefines kleinem Finger: Sie trägt ein dickes Pflaster.

Auch einen Teigschieber benutzen die jungen Profis. Dann kommt der Moment der Wahrheit: Mit der Pipette gibt Josefine einige Tropfen „Geschmack“ in die Masse. Und dann wird geschoben und vermengt, bis die Masse so abgekühlt ist, dass sie zu kleinen Rollen geformt werden kann und schließlich in kleine Stücke geschnippelt.

Verschiedene Sponsoren

Für die gute Sache haben sie verschiedene Sponsoren gefunden, die etwa Zucker spendieren, so wie die Nyemanns bageri. Geschmacksessenzen steuert Urtegaarden bei. Das Lagkagehuset gibt Lakridspulver dazu. „Josefine und Annika’s Bolcher“ bieten etwa 20 unterschiedliche Sorten an.
Ein Grund für die selbstlose Aktion der Mädchen, die selbst nichts daran verdienen, ist, dass Annikas Mutter Dorthe Hinrichsen vor zwei Jahren selbst Brustkrebs diagnostiziert bekam. Sie ist heute gesund. Sie macht die Buchhaltung des kleinen Unternehmens. „Wir haben mit der Steuerbehörde gesprochen, alles erwirtschaftete Geld muss in die Spendenaktion von knæk cancer fließen. So ist das ja auch gedacht“, so die Mutter.

Die Mädchen verkaufen ihre Leckereien für 25 Kronen per 100 Gramm plus Porto. Ihre Facebook-Aktion ist übrigens bis in die Hauptstadt vorgedrungen, „Wir haben Bestellungen aus Kopenhagen“, sagt Annika, nicht ohne Stolz. Bis Dienstag hatten sie bereits 10.000 Kronen eingenommen. „Am Sonnabend rufen wir in der Knæk Cancer-Sendung an und nennen den Betrag, den wir spenden“, freut sich Annika. Die Mädchen sind überwältigt von der Resonanz auf ihre Aktion. Und kochen fleißig weiter.

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